Im Hochbeet // April

Quer durch unseren Garten verteilt stehen seit letztem Jahr vier Hochbeete. Drei davon haben wir im Spätsommer – also eher gegen Ende der Gartensaison – mit Jungstauden bepflanzt. Sie stehen in den „belebten“ Teilen des Gartens und sollen in erster Linie dekorativ sein. Das vierte Hochbeet haben wir in meiner Gemüsegarten-Ecke aufgebaut und es hat brav den ganzen langen Winter darauf gewartet, dass die ersten grünen Bewohner einziehen.

Ich habe mir überlegt, dass ich das Geschehen in den Hochbeeten diese Saison dokumentieren und hier auf dem Blog für euch darüber berichten möchte.

Ich mag diese Idee aus mehreren Gründen:

Zum einen, weil ich selber ganz gespannt darauf bin, wie sich die junge Bepflanzung in den Staudenbeeten entwickeln wird und weil sich solche Wachstums-Fortschritte in monatlichen Fotos einfach total toll festhalten lassen. Ich habe die Vision von einem Saison-Abschluss Gartentagebuch/Fotoalbum mit den monatlichen Hochbeet-Fotos.

Außerdem glaube ich, aus der Dokumentation für die kommenden Jahre eine Menge lernen zu können. Gerade was meine Gemüse-Anbau-Ambitionen angeht. Damit, dass ich es geschafft habe, aus Samenkörnern Jungpflanzen zu ziehen, ist es ja noch nicht getan. Diese Pflanzen sollen ja auch draußen überleben und vor allem sollen sie uns eine reiche Gemüse-Ernte bescheren! Ich bin so gespannt, ob das tatsächlich klappt.

Und natürlich, weil ich euch inspirieren möchte und mich mit euch austauschen möchte. Ich bin ein riesen Fan von Hochbeeten und freue mich darauf, euch auch auf den Geschmack zu bringen. Und falls ihr selber schon überzeugte Hochbeet-Gärtner seid, bin ich gespannt auf eure Tipps und Erfahrungen!

Heute startet die Dokumentations-Reihe mit den April-Fotos.

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Anfang des Monats sind in das Nutz-Hochbeet die ersten Bewohner eingezogen:

Erdbeeren! Ich habe zwei 6er-Trays „Monats-Erdbeeren“ bei Aldi gekauft und darauf geachtet, dass es zwei unterschiedliche Sorten sind. Eine blüht rosa und eine blüht weiß. Die Sorten habe ich gemischt eingepflanzt. Und zumindest eine der Pflanzen gibt schon Gas.

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Weil ich in einer Hochbeet-Spezial-Ausgabe der „Mein Schöner Garten“ gelesen habe, dass es eine Winning-Combination ist, habe ich zwischen den Erdbeeren Schnittlauch ausgesät. Es zeigen sich auch schon die ersten feinen Halme.

Als nächstes sind die ersten drei Kopfsalat Pflanzen von der Fensterbank ins Hochbeet umgezogen. Ich bin mal gespannt, ob es ihnen einen Wachstums-Schub gibt, denn auf der Fensterbank sind sie nur so vor sich hin gedümpelt und sahen recht schlapp aus.

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Oberhalb und unterhalb des Kopfsalates habe ich je eine Reihe Radieschen Samen ausgebracht.  Damit ist das Beet auch eigentlich schon voll, wenn die Pflänzchen noch Platz zum Wachsen haben sollen. Humpf… eigentlich wollte ich hier noch ein paar Tagetes und etwas Rucola mit unterbringen. Und außerdem ist meine Fensterbank noch total voll – wo soll ich nur mit den ganzen Pflanzen hin? Ich glaube, es müssen noch mehr Hochbeete her! Saaaschaaaaa…..

Das Stauden-Hochbeet ist im April aus dem Winterschlaf erwacht.

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Das Zier-Hochbeet / Anfang April

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Das Zier-Hochbeet / Ende April

Bis auf zwei Ausfälle haben es alle Pflanzen über den Winter geschafft und sind schon ausgetrieben. Einige Pflanzen sind schon richtig groß geworden, andere zeigen gerade erst die ersten beiden kleinen Blättchen.

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Hier habe ich euch mal aufgelistet, welche Pflanzen in diesem Beet wachsen (von hinten nach vorne):

2x Eisenkraut (ich glaube, eine davon ist im Winter gestorben)

2x Maharadscha Malve (Pink blühend)

1x Schmetterlingsflieder (mehrfarbig blühend)

3x Margerite (gelb blühend)

2x Herbst-Anemone (weiß blühend)

Vorne links: 2x Grünblüte

Vorne mitte: 2x niedrig wachsender, roter Sonnenhut

Vorne: 2x rosafarbene Federblüte

Ich habe die Bepflanzung in meinem Köpfchen sehr genau ausgetüftelt – dabei gibt es ja so viel zu beachten!

Diese Punkte habe ich bei der Pflanzenauswahl und –Platzierung bedacht:

Grundlegendes:
Ich habe nur mehrjährige Pflanzen – also Stauden – ausgesucht. Dann habe ich darauf geachtet, dass es hauptsächlich Bienen- und Schmetterlings Futterpflanzen sind. Das finde ich wichtig.

Farb-Gestaltung:
Das Beet soll – wenn es mal groß ist – ein toller, bunter Blüten Eye-Catcher werden, da es an einem sehr zentralen Blickpunkt in unserem Garten steht. Ich habe Blütenfarben in Lila-, Pink-, Gelb- und Weiß-Tönen ausgesucht. Bei den Blüh-Zeiten habe ich darauf geachtet, dass die Pflanzen mit Ihrem Flor einen möglichst langen Zeitraum abdecken.

Pflanzen-Anordnung:
Hinten stehen die Pflanzen, die am größten werden, vorne die niedrig-wachsenden Sorten. Ich mag es, wenn die Beete in voller Blüte etwas unordentlich wild aussehen. So einen Hauch von englischem Cottage-Garten wünsche ich mir. Darum überlege ich, noch etwas Kamille zwischen den Stauden auszusähen. Auch ein paar fedrige Gräser wären noch schön. Aber dazu muss ich erst mal sehen, wie groß die Stauden dieses Jahr werden und wo überhaupt Lücken im Beet entstehen. Also ist noch etwas Geduld gefragt.

Wie geht es den Pflanzen?

Während unseres Urlaubs gab es einen kleinen Unfall hier im Beet – der Wind hatte den Schmetterlings-Flieder umgeweht. Zum Glück hat unsere Blumen-Sitterin – a.k.a. Schwiegermama –  ihn direkt wieder in die Erde gesetzt. Jetzt müssen wir uns dringend um einen stabileren und längeren Stab kümmern, damit der Hochstamm wieder festen Halt hat. Hoffentlich hat er keinen größeren Schaden genommen, denn auf die Blüten hatte ich mich ganz besonders gefreut.

Neben dem Flieder haben wir zwei weitere Problemkinder in dem Beet: die Malven. Wir haben an all unseren Malven (in Hochbeet #3 gibt es zwei weitere Malven) braune Stellen unter den Blättern entdeckt. Nach einer kurzen Online-Recherche wussten wir: Es ist Malven-Rost – eine Pilz-Erkrankung, die absolut ansteckend für andere Malven-Gewächse ist. Blöööd. Was tun? Wir haben als erstes alle befallenen Triebe abgeschnitten und werden uns jetzt wohl oder übel noch ein Mittelchen besorgen müssen. Man könnte auch eine selbst angesetzte Tinktur aus Ackerschachtelhalm nutzen, um die Pflanzen zu besprühen. Aber wir haben im Moment definitiv keine Zeit, auf Wildpflanzen-Sammel-Wanderung zu gehen.

Kommen wir zu Hochbeet Nummer drei.

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Dieses Beet sieht noch sehr leer aus. Das liegt daran, dass dieses Beet eigentlich ausschließlich mit richtig hohem Ziergras bepflanzt werden soll. Wir wünschen uns für dieses Beet einen minimalistischen Zen-Garten Look. In die Mitte haben wir darum eine Jungpflanze des Riesen-China-Schilfs gepflanzt.

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Eigentlich soll man für diese Staude einen Pflanzabstand von 1m – 1,50m einhalten. Damit wäre das Beet voll. Damit es aber – bis es soweit ist – nicht ganz so leer aussieht, haben wir noch ein paar andere Pflanzen so lange in dem Beet „geparkt“. Dieses schöne, grüne Grasbüschel links ist Rutenhirse. Ebenfalls ein tolles, großes Ziergras. Das wollen wir eigentlich mal irgendwo in die Erde pflanzen, wir konnten uns aber noch nicht entscheiden, an welcher Stelle. Genauso die  Grünblüte-Pflanze vorne rechts.

Auch in Hochbeet Nummer vier hat noch nicht alles seinen Platz gefunden.

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Der Nutzen dieses Hochbeetes soll sein, die Garagenwand zu verschönern. Wenn wir aus unserem Wohnzimmer-Fenster gucken, sehen wir genau auf diese Wand. Darum haben wir auch hier China-Schilf gepflanzt und hoffen, dass es dieses Jahr richtig dicht und hoch wird (aktuell sind allerdings nur braune, alte Stoppeln im Hintergrund zu sehen). Damit es aber nicht nur eine grüne „Wand“ wird, auf die wir gucken, haben wir ein paar Blüh-Pflanzen davor gesetzt. Und zwar pink blühende Malven und gelb blühende Margeriten. Leider haben auch diese Malven den Rost abbekommen und müssen behandelt werden.

Die Zitronenmelisse am linken Beet-Rand ist hier nur geparkt und wartet auf ihren eigentlichen Bestimmungsort.

So – das war der April Bericht. Ganz schön lang geworden… ich hoffe, ich habe euch mit dieser Wort-Flut nicht in die Flucht getrieben. Die nächsten Berichte werden bestimmt kürzer, aber heute musste ich euch schließlich einmal alle Pflanzen ordentlich vorstellen. Wie ihr seht, ist eigentlich erst eines der Zier-Beete halbwegs „fertig“ bepflanzt und bei den anderen werden noch ein paar Pflanzen ihre Plätze wechseln.

Ich bin jetzt schon gespannt, was sich in den nächsten vier Wochen verändern wird.

Wie geht es euren Pflanzen im Garten? Treibt alles aus?

Alles Liebe – Wiebke

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