Das erste komplette Me-Made-Outfit: Jeansrock + Ringel-Longsleeve

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Davon, dass ich euch heute mein erstes komplettes Me-Made-Outfit zeigen kann, war ich die letzten Tage nicht gerade besonders überzeugt. Das Nähen dieses Jeansrocks hat mich tatsächlich einige Nerven gekostet. Ich bin unendlich erleichtert, dass sich die Mühe doch gelohnt hat und alles passt. Darum muss ich es euch unbedingt heute schon zeigen. Auch wenn ich keine tollen Fotos parat habe. Draußen regnet es seit zwei Tagen und Sascha war heute morgen im Stress. Darum bekommt ihr heute die “Selfies vor dem ersten Kaffee – Edition”. Unser Haus ist aktuell aber leider noch so überhaupt nicht selfie-tauglich – darum bitte ich euch, großzügig über das schlechte Licht hinwegzusehen. Ich arbeite an besseren Selfie-Stationen *lach* Das Leben eines Bloggers und so… wir haben Probleme! 😀

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Jeansrock mit Reißverschluss

Schnitt: Stoff und Stil

Stoff: dunkelblauer Stretch-Denim von Stoff und Stil

Variante: kurze Version

Longsleeve

Schnitt: Stoff und Stil

Stoff: Interlock Jersey von Ebay

Variante: Lange Ärmel

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Die einzigen Fotos, zu denen ich Sascha heute morgen überreden konnte, waren diese hier beim Kaffee trinken – so seht ihr immerhin das Ringeltop noch mal besser.

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Und für ein Detailfoto des Rocks noch ein schnelles Auto-Selfie. Natürlich NICHT beim Fahren – is klar, ne?

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Ich erzähle jetzt noch die lange Version meiner ersten Näh-Problemchen. Wer sich das Elend nicht anhören möchte – einfach weiterscrollen. Ich habe vollstes Verständnis. 😉

Von Anfang an war es wie verhext mit dem Rock und mir: Als ich das Schnittmuster aus der Schublade gefischt und mir die Maße noch einmal durchgelesen habe, dachte ich, ich hätte die falsche Größe gekauft. Bei Stoff und Stil kauft man ja tatsächlich immer nur eine einzige Größe des Schnittes und da ich noch nicht so viel Näh-Erfahrung habe, traute ich mir nicht zu, den Schnitt selber anzupassen. Also habe ich einfach meine ganze Hoffnung auf den Stretch-Anteil des Stoffes gesetzt und den Schnitt so genutzt, wie gekauft. Wenn auch immer mit dem blöden Gefühl im Hinterkopf, dass die ganze Arbeit vielleicht doch in der UFO-Kiste landen muss.

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Beim Zuschnitt dann das nächste Problem: Ich habe mich beim Stoffkauf an die Menge gehalten, die auf dem Schnitt angegeben war. Allerdings ist der Stoff beim Waschen so krass eingelaufen, dass mir in der Breite 20 cm fehlten. Ahhhh! Zuerst habe ich die Schnittteile herumgeschoben, wie eine Irre. Nach 15 Minuten habe ich dann eingesehen, dass es keinen Sinn hat, und mich dazu entschlossen, ein Teil zu stückeln.

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Das “Hinterteil” musste ich stückeln.

Dann ging es ans Nähen: Die ersten paar Schritte der Anleitung waren kein Problem – alles hat gut geklappt. Auch mit meinem Topstitching war ich ganz zufrieden.

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Dann aber ging es an den Besatz. Da hat mir die Nähanleitung (und mein fehlendes Fach-Vokabular) einige Rätsel aufgegeben. Ich habe nämlich nicht weiter über die Bedeutung des Wortes “Besatz” nachgedacht und bin automatisch davon ausgegangen, dass es so etwas wie ein Bund ist.

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Ähm ja, das gab die – ohnehin schon sehr knapp betextete – Anleitung aber so gar nicht her. Und auch wenn es schon fast peinlich ist – bis es bei mir “klick” gemacht hat und ich auf die Idee gekommen bin, dass der gesamte Streifen nach innen gebügelt werden muss, hat es echt eine ganze Weile gedauert. Danach lief es dann aber zum Glück wie am Schnürchen.

Als ich die letzten Topstitching-Nähte abgeschlossen hatte und den fertigen Rock vor mir hatte, war ich wirklich wirklich stolz. Dachte aber: Der passt dir bestimmt nicht. Wenn er zu klein ist, dann verschenkst du ihn einfach. Bloß nicht drüber ärgern. Immerhin hast du dabei etwas gelernt. Das ist auch was wert. So ging es weiter, bis ich im Badezimmer stand, den Reißverschluss hochzog und ganz zu meinem Erstaunen bemerkte: Er passt! Und zwar wie angegossen. Juhuu!

Meine Erkenntnisse nach dieser Näh-Aktion:

  • Bei einem Stoff mit Stretch-Anteil passt manchmal auch mal eine Nummer kleiner.
  • Ein Besatz ist nicht das gleiche wie ein Bund.
  • Manchmal muss man sich eine Nähanleitung 10 mal durchlesen und die technische Zeichnung ein paar Minuten lang anstarren, bis einem das rettende Licht aufgeht. Also Ruhe bewahren.

Ich bin auf jeden Fall sehr stolz darauf, das Rock-Projekt durchgezogen zu haben. Und mit dem Ergebnis bin ich auch super happy. Jetzt geht es direkt weiter mit dem nächsten Teil. Aber vorher schaue ich noch beim MeMadeMittwoch vorbei und gucke, was die anderen Mädels tolles genäht haben.

Alles Liebe – Wiebke

 

 

 

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11 thoughts on “Das erste komplette Me-Made-Outfit: Jeansrock + Ringel-Longsleeve

  1. Julia says:

    Heeeeeyyyy!!!!! Was für eine tolle Überraschung!!! Da schau ich mir nichtsahnend wie jeden Mittwoch dem MMM an und dann entdecke ich dich!!! Wie lustig! Feine Sachen hast du da genäht 🙂 von einem komplett selbst genähten capsule-Wardrobe träume ich auch, muss das aber bisher immer mal wieder wegen sich kinderbedingt änderndem Körperumfang und Zeit verschieben… Aber irgendwann! Ich hoffe, es geht dir gut! Ab und zu erzählt ja die liebe Melanie, was du so tust (z.B. von eurem Haus 😉 ) vielleicht sehen wir uns ja demnächst mal, würde mich freuen.
    Allerliebste Grüße von der Julia
    (aus Vennhausen, von den Pfadfindern 😉 )

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    • Wiebke | drinnenunddraussenblog says:

      Ahhhh – hallo liebe Julia!!! Wie cool dass du dich hierhin verirrt hast! Ich freue mich total von dir zu hören! Und wie toll, dass dich auch das Näh-Fieber gepackt hat… da müssen wir unbedingt mal wieder ganz ausführlich zu quatschen. Und natürlich auch über alles andere!! Ich fände es super, wenn wir uns bald mal wieder sehen würden… könnte die liebe Melanie doch eigentlich mal organisieren, oder 😉😅
      Ich wünsch dir einen super Tag – Liebste Grüße von Wiebke

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  2. froebelina says:

    Klingt nach nem perfekten Näherlebnis! 🙂 Was gelernt, Spaß gehabt und der Rock passt auch noch! Schön aussehen tut er auch noch und ich finde das Designfeature, also die Stückelung‘ macht den Rock noch interessanter 🙂
    Liebe Grüße
    Katharina

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  3. Christiane says:

    Wie schön, dass die Rock-Arie so einen guten Ausgang genommen hat! Der Rock ist ganz toll geworden, da kannst du wirklich stolz drauf sein. Und stolz auf die selber genähten Klamotten, finde ich einfach ein super Gefühl! Mir gefällt die Kombination mit dem Ringelshirt sehr gut.
    Liebe Grüße Christiane

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  4. Tanja / die fesche Lola says:

    Wie schön ist denn das Küchenbuffet, Hammer! Und sowohl Rock als auch Shirt sind klasse. Immer schmachte ich bei anderen Ringelshirts an, habe mir selbst aber noch nie eins genäht. Vorsatz gefasst! LG, Tanja

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    • Wiebke | drinnenunddraussenblog says:

      Oh vielen Dank – wie witzig, dass dir das Buffet aufgefallen ist. Wir lieben es auch heiß und innig 🙂 Auf geht’s zur Ringelshirt-produktion! Ich habe auch schon Stoff für das nächste Stück bestellt… dieses mal in blau! Liebe Grüße von Wiebke

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  5. Anne says:

    Unglaublich, dass du eigentlich erst vor so kurzer Zeit, mit dem Nähen von Klamotten angefangen hast und jetzt schon in deinem ersten Memade-Outfit dastehst, welches gar nicht memade aussieht. Das ist übrigens ein großes Kompliment von mir. Ich hatte beim Lesen deines Textes einen Flashback zu meinem ersten Projekt mit Beleg (Das ist so was wie ein Besatz… Haha.) In der Burda-Anleitung stand: “Den Beleg mit dem Kragen verstürzen.” und ich dachte mir nur: “Häää?” Hab nachgeschaut, was “Beleg” und was “verstürzen” heißt und war danach immer noch nicht schlauer. Gelernt hab ich das dann glaube ich erst irgendwann mit der Burda easy, die etwas ausführlichere Anleitungen haben. Richtig gute, ausführliche und mit vielen Fotos illustrierte Anleitungen waren immer in der CUT. Die CUT war mir ohnehin der allerbeste Lehrmeister! Und gute Anleitungen gibt es auch zu den Schnitten der La Maison Victor.

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    • Wiebke | drinnenunddraussenblog says:

      Danke für dein Kompliment liebe Anne – das bedeutet mir wirklich viel! Eigentlich mag ich ja das Gefühl, Anfänger zu sein und etwas ganz neu zu lernen… aber Nähen ist eine echt toughe Herausforderung. Da tut es gut zu hören, dass ihr souverän-lässigen Nähmädels auch am Anfang so eure Fragezeichen hattet 🙂
      Danke auch für den Tipp mit der CUT – die erste hab ich mir ja direkt bestellt nachdem ich dein cooles Stine Goya Shirt gesehen habe 😉 bin schon sehr gespannt darauf! Liebe Grüße von Wiebke

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