5 Tipps für den Alltag mit Capsule & eine erste Zwischenbilanz

Wie lebt es sich mit einer Capsule Wardrobe? Wie klappt die Outfit-Wahl? Wie weit bin ich mit dem Nähen gekommen? Ich ziehe eine erste Zwischenbilanz und habe mir ein paar Tipps überlegt – für mich selber und für euch natürlich auch, wenn ihr sie gebrauchen könnt.

Zuerst zum Näh-Status: Ab Juli starte ich definitiv mit dem Nähen der Sommer-Teile. Ich kann jetzt schon absehen, dass ich es nicht schaffen werde, alle Teile auf meiner Frühlings-Capsule Liste zu nähen. Aber das macht nichts. Ich nähe diesen Monat noch alle Stücke, für die ich bereits Stoff gekauft habe und verschiebe die restlichen Projekte auf die Merkliste für meine Herbst- oder Winter-Garderobe. Denn der Sommer ruft nach neuen Teilen, neuen Farben, neuen Schnitten. Ich habe mir schon alles ganz genau überlegt und werde euch in den nächsten Tagen schon mal meine Inspiration für die Sommer-Capsule zeigen, bevor ich dann wieder alle Teile genau vorstelle. Seid also gespannt.

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Aber jetzt erst einmal wieder zurück zum Frühlings-Zwischenstand:

Leider muss ich sagen, dass sich mein Gehirn noch nicht so auf meine Saison-Garderobe eingestellt hat, wie ich es gerne hätte. In meinem ersten Monat mit der Capsule fiel mir die Outfit-Wahl morgens sehr schwer. So schwer, dass ich an Arbeitstagen oft zu alt-bewährten Go-To-Outfits gegriffen habe, weil ich es in meinem müden Kopf nicht hinbekommen habe, neue Kreationen zusammenzustellen. An freien Tagen oder wenn ich nach der Arbeit noch etwas vorhatte und mich dafür umgezogen habe, klappte es jedoch bisher ganz wunderbar. Eigentlich läuft es also genau so, wie ich es mir überlegt habe – denn es sollte ja eine Freizeit-Capsule sein. Aber damit bin ich irgendwie noch nicht so ganz zufrieden. Ich würde mich in Zukunft gerne an mehr Tagen in der Woche (am liebsten jeden Tag) aus dem Capsule-Pool kleiden. Damit es sich mehr nach einer richtigen Capsule anfühlt.

Damit das klappt, habe ich mir ein paar Dinge überlegt, um das Leben mit Capsule für mich einfacher zu gestalten und die Mini-Garderobe besser in meinem Alltag zu verankern.

Von der Freizeit-Capsule zur Alltags-Capsule.

  1. Alles auf einen Blick. Eigentlich wird empfohlen, den Kleiderschrank leer zu räumen und nur die Capsule-Teile – mit viel Platz und hübsch präsentiert – wieder einzuräumen. Alle anderen Klamotten sollen solange in Unterbett-Kommoden o.ä. zwischengelagert werden. Das kommt für mich allerdings momentan nicht in Frage. Dazu habe ich weder genug Platz, noch Lust. Um trotzdem meinen Klamotten-Pool auf einen Blick sehen zu können, habe ich mir einen Trick von meiner Freundin Biggy geklaut: Für die Sommer-Capsule werde ich mir Fotos der einzelnen Kleidungsstücke ausdrucken und neben meinem Kleiderschrank an die Wand hängen. So habe ich die Teile, aus denen ich mich bedienen kann, direkt vor Augen. Biggy klebt sich Fotos mit Outfit-Inspiration von innen an die Schranktüren – nur leider haben wir Schiebetüren, da klappt das nicht so gut. Also muss die Wand dran glauben – Washitape sei Dank ist das ja kein Problem.
  2. Der frühe Vogel fängt den Wurm – äh… das Outfit. Ich bin die letzten drei Jahre morgens immer so lange im Bett liegen geblieben wie maximal möglich. Diese vermaledeite Snooze-Taste… vielleicht kennt ihr das Problem ja auch. Dieses “Noch-5-Minuten-Sydrom” hatte zur Folge, dass ich mich fast jeden Morgen in Eile für den Tag fertig machen musste. Kein Wunder, dass ich so nur auf Autopilot funktioniere und mir keine Outfits einfallen. Darum habe ich mir einen Ruck gegeben und stehe jetzt früher auf. Klappt total gut: Ich bin viel entspannter und schaffe es sogar noch, am Tisch sitzend eine Tasse Kaffee mit Sascha zu trinken, bevor ich in den Arbeitstag starte.
  3. Planung ist alles. Aus weiteren Ausdrucken der Fotos und einer Magnettafel (z.B. dieser hier) habe ich vor, mir einen Capsule-Outfitplaner zu bauen. So kann ich mir für eine Woche – je nach Wetter und Terminen – die Outfits schon im Voraus zusammenschieben und muss morgens überhaupt nicht mehr überlegen.
  4. Und wenn es doch mal schnell gehen muss: Neue Go-To Outfits müssen her! Ich habe ja oben schon geschrieben, dass ich oft zu alten Go-To Outfits gegriffen habe, wenn ich nicht weiter wusste. Darum werde ich für die Sommer-Capsule mindestens drei neue Go-To Outfits zusammenstellen, in denen ich mich genau so wohl fühle, wie in meinen alten Lieblingsteilen.
  5. Dokumentation. Ich möchte irgendwo in unserem Haus einen Ganzkörper-Selfie-Spiegel aufstellen. Aktuell gibt es bei uns keinen, vor dem man ein Foto machen könnte. Und das ist der Plan: Ich möchte mit Start der Sommer-Capsule jeden Tag ein Foto von meinem Outfit machen. Zumindest erst mal nur für mich. Ob ich diese Fotos hier oder auf Instagram teilen werde, weiß ich noch nicht. In erster Linie geht es erst einmal darum, mich selber durch die Dokumentation zu motivieren und zu beobachten.

Ich bin gespannt, wie und ob diese Maßnahmen mir das Leben mit Capsule erleichtern werden. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt? Habt ihr weitere Tipps? Vielleicht geht es der ein oder anderen von euch ja auch so wie mir und ihr fühlt euch noch nicht so angekommen. Dann freue ich mich, wenn diese Ideen euch auch weiterhelfen! Wir bekommen das hin – ganz bestimmt!

Alles Liebe – Wiebke

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