Mein selbstgestrickter Winter-Begleiter – Das Drachenfels Tuch

Mein Drachenfels Tuch ist schon länger fertig – es hat mich schon durch den Spätsommer und den kompletten Herbst begleitet. Irgendwie habe ich es bisher nur noch nicht geschafft, schöne Fotos von meinem wolligen Begleiter zu machen. Darum freue ich mich umso mehr, dass es heute -passend zu den ersten Schneeflocken – endlich soweit ist!

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Auf Christines wunderbarem Blog dennmanto habe ich das Drachenfels Tuch zum ersten Mal gesehen und war direkt hin und weg. Das einzige, was mich zunächst noch davon abhielt direkt loszulegen, war die Qual der Farbauswahl. Ich wollte, dass das Tuch ein bisschen Farbe bekommt – allein schon, damit es beim Stricken nicht so langweilig wird. Ich wollte aber auch, dass es sich gut kombinieren lässt. So bin ich nach einigem Überlegen bei der Farbe Türkis gelandet. Obwohl es meine Lieblingsfarbe ist, besitze ich kaum ein türkises Kleidungsstück – denn zum Tragen bevorzuge ich eigentlich andere Farben. Darum habe ich das Türkis in dem Tuch mit hellem Beige und Wollweiß kombiniert – so wird es für mich tragbarer und neutral genug, um es mit Trenchcoats, Jeansjacken und fast all meinen Pullis zu kombinieren.

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Das Stricken hat mir super viel Spaß gemacht. Ich habe mich dabei ein wenig über mich selbst gewundert. Bisher hatte ich bei größeren Strickprojekten selten genug Durchhaltevermögen, um sie auch wirklich zu Ende zu bringen. Mir wurde mittendrin langweilig und irgendwann sind die Wollknäule hinten im Schrank verschwunden. Aber anscheinend hat sich etwas geändert. Denn obwohl das Strickmuster sehr einfach ist – man muss wirklich nicht mitzählen oder die ganze Zeit hochkonzentriert bei der Sache sein – habe ich mich während der Arbeit an dem Tuch kein einziges Mal gelangweilt. Und das, obwohl ich wirklich sehr lange daran gestrickt habe. Ich habe das Stricken eher als entspannend empfunden und wirklich jede Minute genossen, die ich daran gearbeitet habe.

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Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich richtig in die Wolle verknallt habe, je größer das Tuch beim Stricken wurde. Ich konnte kaum glauben, wie wunderbar weich und kein einziges bisschen kratzig die Wolle sich in verarbeiteter Form anfühlt. Ich bin nämlich bisher überhaupt kein Fan von Kleidungsstücken aus Wolle gewesen. Ich habe zwar immer sehr gerne mit Wolle gearbeitet – aber ich habe ein regelrechtes Kratze-Pulli Trauma. Ich finde, es gibt kaum etwas schlimmeres (auch Rutsche-Socken, die sich unten im Schuh zusammengekrumpelt haben, sind ein Pups dagegen) als kratzige Woll-Kleidungsstücke. Sogar mit Longsleeve unter dem Pulli könnte ich mir die Haut von den Armen ziehen, wenn ich einen Woll-Pulli trage.

Aber so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass ich bisher einfach nur immer an die falsche Wolle geraten bin. Denn diese Baby Merino Wolle ist einfach nur ein Traum. Ich habe mir beim Stricken immer wieder mit dem schon fertigen Stück über den Arm gestrichen und hätte am liebsten schon mit dem Tuch gekuschelt. Und dabei habe ich noch nicht mal in ganz teure Merino Wolle von Madeline Tosh o.ä. investiert. Ich kann mir kaum vorstellen, wie weich eine solche Premium Wolle dann sein wird. *träum*

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Je größer das Tuch wurde, desto langsamer kam ich vorwärts. Bei über 300 Maschen pro Reihe habe ich gegen Ende manchmal nur eine einzige am Abend geschafft. Aber meine Motivation, fertig zu werden wurde immer größer. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie happy ich war, als ich die letzten Maschen abgekettet hatte und mir das Tuch das erste Mal umlegen konnte. Seit dem Tag trage ich es ständig . Es wärmt so wunderbar wie eine kleine To-Go-Decke und fühlt sich richtig luxuriös an. Ich glaube, ein so großes Tuch aus 100% Merino Wolle wäre im Geschäft für mich unbezahlbar.

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Ich denke, dies wird nicht das letzte Stricktuch gewesen sein. In dem Ravelry Shop von Melanie Berg – der Designerin des Strickmusters – gibt es noch so viele schöne andere Tücher! Aber im Moment stricke ich erst einmal an meinem Sous Sous Pullover weiter. Auf den freue ich mich nämlich auch schon kolossal! Und ich denke, dass ich mit diesem Pulli dann mein Trauma endgültig ad acta legen kann.

Alles Liebe – Wiebke

Falls ihr jetzt auch so einen kuscheligen Begleiter stricken möchtet, habe ich euch hier noch einmal die Material-Infos zusammengestellt:

Strickmuster: Drachenfels-Schal von Melanie Berg

Wolle: Drops Baby Merino – Farben: Natur, Hellbeige + Helltürkis

Stricknadeln: Rundstricknadeln mit auswechselbaren Spitzen von Knitpro

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Mit diesem Beitrag verlinke ich mich noch nachträglich für die Farbe Beige bei Selmins 12 Colours of handmade fashion Challenge.

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Im Hochbeet // Das Gartenjahr 2017 im Gräser-Hochbeet

Im April diesen Jahres – zu Beginn unserer Gartensaison – habe ich damit begonnen, in einem monatlichen Bericht das Geschehen in unseren Hochbeeten zu dokumentieren. Nachdem ich bis zum Ende des Sommers meinen monatlichen Hochbeet-Rundgang hier sehr ausführlich beschrieben habe, fand ich es mit Ende der Erntezeit schlagartig nicht mehr spannend genug, um so viele Worte darüber zu verlieren.

Aber jetzt, wo ich mir noch einmal alle Fotos für den Jahres-Rückblick angesehen habe, bin ich wieder Feuer und Flamme und ärgere mich ein klein wenig, dass ich die Aktion nicht disziplinierter durchgezogen habe. Denn das Wachstum der Pflanzen und den Wechsel der Jahreszeiten anhand von ein paar Fotos aus dem eigenen Garten so nachverfolgen zu können ist einfach total großartig und macht mich gerade richtig happy! Da hüpft mein naturliebendes Pfadfinderherz und wirft mit Konfetti um sich.

Auch wenn ich mit den dunkler werdenden Tagen ein wenig meine Lust an der Aktion verloren habe – meine monatlichen Fotos habe ich trotzdem gemacht. So freue ich mich, euch in den nächsten Tagen die Jahreszeiten in den einzelnen Hochbeeten zeigen zu können. Los geht es heute mit dem Gräser-Hochbeet.

Das Gartenjahr 2017 im Gräser-Hochbeet

(Falls ihr die ausführlichen Berichte noch einmal lesen möchtet, habe ich sie immer in der Monats-Überschrift für euch verlinkt.)

April

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Mai

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Juni

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Juli

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August

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September

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Oktober

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November

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Dezember

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Ich möchte auf jeden Fall noch die Monate Januar bis März weiter dokumentieren, damit ich nicht nur ein Kalender-Jahr, sondern ganze 12 Monate dokumentieren kann. Ich hoffe noch sehr auf ein Schnee-Foto. Das würde die Reihe perfekt machen!

Alles Liebe – Wiebke

Im Moment…

Im Moment habe ich eine Phase, in der ich am liebsten an fünf Projekten gleichzeitig arbeiten würde. Ich habe unheimlich große Schaffenslust, unheimlich viele Ideen, aber leider unheimlich wenig Zeit.

Darum habe ich wenig fertige Dinge zum Zeigen für euch. Aber so ganz still soll es hier ja auch nicht sein. Darum dachte ich mir, ich zeige euch einfach mal woran ich gerade so tüftele. Auch Work-In-Progress kann ja eine Inspiration sein. Hier also die Herzens-Ideen, an denen ich im Moment arbeite.

Im Moment stricke ich an meinem Sous Sous Sweater. Es ist mein erster Pullover und das erste Mal, dass ich mich an ein Zopfmuster getraut habe. Bisher klappt es ganz gut. Nachdem ich bei den ersten paar Wiederholungen des Musters wirklich hochkonzentriert mitgezählt habe und Sascha immer wie eine wilde Furie angefunkelt habe, wenn er es wagte, mich mitten in einer Reihe anzusprechen, schaffe ich es jetzt sogar beim Fernsehen zu stricken.
Das Rückenteil sollte ich in absehbarer Zeit fertig haben. Vorderteil und Ärmel kommen als nächstes dran. Ich habe keinen blassen Schimmer, wann ich mit diesem Pulli fertig sein werde. Möglicherweise trage ich ihn erst im nächsten Winter. Aber ich hoffe, hoffe, hoffe, dass ich noch in dieser Saison in den Genuss meines ersten selbstgestrickten Pullis komme! Und wenn es nur für die letzten beiden März-Wochen ist.
Falls ich euer Interesse für den Pulli geweckt habe – Das Muster findet ihr hier. Und mit dieser Wolle stricke ich. Da ich Anfängerin bin, habe ich darauf verzichtet, mir die tolle, aber doch sehr teure Madeline Tosh Wolle zu kaufen und habe auf die preiswerte – aber wie ich finde auch sehr tolle – Drops Merino Wolle gesetzt. Für den nächsten Pulli gönne ich mir dann etwas luxuriöseres Material.

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Im Moment habe ich nach meiner ersten intensiven Klamotten-Nähphase mal wieder so richtig Lust zu Quilten. Ich habe ein WIP herausgekramt und schon zwei neue Blöcke genäht. Dieser Quilt soll eine Tagesdecke für unser Schlafzimmer werden. Auch wenn ich noch nicht mal eine komplette Reihe fertig habe, träume ich jetzt schon davon, wie schön er einmal auf unserem Bett aussehen wird. Ich bin gespannt, wie viele Blöcke ich in diesem Motivations-Schub fertig nähen kann.
Das Muster heißt Squash-Blossom. Ich mag besonders, dass es so einen tollen Ethno-Azteken-Vibe mitbringt.

Im Moment liegt die Stoff-Auswahl für eine U-Heft Hülle auf meinem Nähtisch. Eine liebe Freundin hat sie sich gewünscht und ich freue mich schon darauf, am Wochenende ans Werk zu gehen.

Im Moment liegt außerdem noch ungefähr mein kompletter Vorrat an Patchwork-Stoff auf meinem Nähtisch verstreut. Außenstehende Betrachter könnten denken, dass es sich bei diesem Phänomen um pures, willkürliches Chaos handelt. Aber dem ist natürlich nicht so! Hinter diesen Stoff-Häufchen steckt System! Oder besser gesagt: Hinter den Stoff-Häufchen steckt eine Idee. Ich möchte nämlich gerne für den Weihnachts-Event meiner Yogaschule Sachspenden in Form von selbstgenähten Augenkissen beisteuern. Ich strebe 15 bis 20 Stück an. Ich habe schon wilde Design-Skizzen auf Schmierpapier gemacht und wollte am Dienstag vor der Yogastunde nur mal eben kurz gucken, ob ich überhaupt genug Stoff dafür habe…. und ihr wisst ja wie das ist. Auf einmal war diese Stoff-Kombination so schön. Und diese aber auch. Oh – und die drei Stoffe passen aber auch sehr gut zusammen. Ja… das Ergebnis dieser crazy Stoff-Schieberei habe ich dann einfach so auf dem Tisch liegen lassen und bin zum Yoga gegangen. Ommmmm

Wo wir gerade beim Thema Yoga sind.
Im Moment lese ich mich durch die Pflichtlektüre-Liste meiner bevorstehenden Yogalehrer-Ausbildung. So richtig wie früher – mit Bleistift, Textmarker und Notizbuch. Das Lernen tut mir soooo gut! Ich liebe lernen und ich liebe es, dass mein Kopf mal wieder so richtig Futter bekommt.

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Im Moment versuche ich tapfer jeden Morgen um spätestens 5.15h aufzustehen, um vor der Arbeit noch Yoga und Meditation üben zu können.

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Woran arbeitet ihr im Moment?

Ich wünsche euch für alle Herzens-Projekt gutes Gelingen!

Alles Liebe – Wiebke

 

Ein Geburtstags-Miniquilt für meine Mami

Selbstgemachte Geschenke sind doch die besten, oder nicht?

Vor ein paar Monaten äußerte meine Mama beim sonntäglichen Kaffeetrinken, dass sie nach einem Bild für die leere Wand oberhalb ihres Kamins sucht. Zum Glück war ich in dem Moment geistesgegenwärtig genug, um direkt an etwas Selbstgemachtes zu denken und mir die Wand für ihr Geburtstagsgeschenk zu “reservieren”.

Ein Miniquilt zum Aufhängen sollte es werden. Nach ein paar Stunden Recherche (es gibt ja soooo viele tolle Miniquilt-Schnittmuster da draußen!!) und ein paar Email Nachrichten, die zwischen meiner Mom und mir hin und her gingen, war die Vision klar: Ein abstrakter Miniquilt in Meeres-Farben soll es werden. Und von den Beispielbildern, die ich ihr gezeigt hatte, gefiel ihr der “Sew Mojo Quilt #3” von Suzy Quilts am besten.

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So ging ich ans Werk. Und zwar genau so, wie es das Konzept hinter den Sew Mojo Quilts von Suzy vorsieht: Einfach drauf los. Ohne viel zu planen und ohne Perfektions-Gedanken. Einfach die kreativen Energien fließen lassen, in den Näh-Flow kommen und sein Sew Mojo genießen. Ich hatte vollstes Vertrauen, dass sich in meinem Stoff Vorrat schon die richtigen Materialien finden würden und dass das Endergebnis schön aussehen wird.

Die Sew Mojo Quilts – es gibt insgesamt vier Stück – sind eher Mini-Workshops als klassische Schnittmuster. Wenn man sich ein “Muster” herunterlädt, findet man in der PDF zwar Skizzen und tolle Erklärungen, aber nichts zum Ausdrucken und Zusammenkleben, wie man es von anderen Download-Schnittmustern – besonders aus dem Kleidungsbereich – kennt. Man wird dazu ermuntert, einfach frei Hand sein eigenes Schnittmuster zu zeichnen. Und genau das habe ich auch gemacht.

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An zwei Nachmittagen habe ich gezeichnet, Stoffe auf dem Tisch herum geschoben, Stoffe zugeschnitten, mit Pritt Stift (!) fixiert und dann einfach mit dem Nähen losgelegt. Beim Quilten war ich besonders experimentierfreudig. Dies war der erste Quilt, den ich mit meiner neuen Nähmaschine gequiltet habe. Also habe ich auch ein paar der tollen Zierstiche ausprobiert und sogar ein eigenes kleines Label für die Rücksteite des Quilts genäht. Bin sehr begeistert, was meine Maschine so drauf hat! Voll toll…

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Laut Anleitung ist eigentlich kein Binding (also keine Einfassung) des Quilts vorgesehen, da Suzy die Idee hatte, die Quilts wie kleine Kunstwerke in Bilderrahmen zu packen. Die Idee finde ich super – auf ihren Bildern sieht es auch toll aus, aber ich wollte für meine Mama auf jeden Fall einen klassischen Miniquilt ohne Rahmen machen. Darum habe ich ein Binding hinzugefügt und dabei im gleichen Schritt noch einen Stofftunnel auf der Rückseite mit angenäht.

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Durch diesen Tunnel habe ich für die Aufhängung dann ein dünnes Messingrohr mit einer Kette gezogen. Fertig ist das kleine Kunstwerk aus Stoff.

Meine Mama hat sich riesig darüber gefreut! Es passt super an den dafür vorgesehenen Platz und fügt sich ganz harmonisch in ihr Wohnzimmer ein. Ich bin sehr glücklich über diesen Näh- und Geschenk-Erfolg!

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Suzys Sew Mojo Konzept hat bei mir auf jeden Wirkung gezeigt. Ich hatte so viel Spaß beim Quilten, dass ich jetzt am liebsten jeden Abend weiter machen würde. Das nächste Projekt liegt schon auf dem Tisch: Ein im Frühjahr begonnenes Quilt-Top aus meiner UFO Kiste. Zwei neue Blöcke sind schon fertig. Und das übernächste Projekt formt sich auch schon in meinem Köpfchen… ich muss nur noch einen Platz in unserem Haus finden und mit Sascha beraten… denn so einen hübschen Miniquilt an der Wand hätte ich auch wirklich gerne. Got the mojo flowing! Ihr auch?

Ich wünsche euch einen schwungvollen Tag!

Alles Liebe – Wiebke

Diesen Beitrag verlinke ich beim Creadienstag.

Nachtblau & Puderrosa // Ein schickes Outfit für die kältere Jahreshälfte

Letztes Wochenende war es soweit: Ich habe endlich meinen neuen DIY Nähtisch eingeweiht. Aber nicht nur irgendwie luschig-halbherzig. Nee Leute, so richtig! Ich hab ihn SOWAS VON eingeweiht. Hinter mir liegt ein berauschtes Wochenende im Näh-Tunnel. Dabei herausgekommen ist ein komplettes Outfit nach Schnitten aus dem eBook “My Capsule Wardrobe – City Break” von Sew over it London.

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Und das kam so:

Normalerweise werde ich ja immer zu Kindergartenzeiten müde – so formuliert Sascha es zumindest. Aber nicht so am Freitag. Da habe ich mich mit einem Glas Wein in mein Zimmer verabschiedet, meine “Every day I slay”-Playlist (Ja, ihr dürft schmunzeln… aber ich bin nun mal ein Metalhead) bei Spotify an geschmissen und mich ans Werk gemacht. Bin lauthals singend und headbangend um meinen Tisch herumgewirbelt. Habe zugeschnitten, markiert, gebügelt, gesteckt, genäht. Und so lange nicht aufgehört, bis um zwei Uhr Nachts mein wunderbar gestreiftes Molly-Top fix und fertig war. Dann habe ich es kurz anprobiert, Sascha präsentiert, der noch unten auf der Couch saß und Fifa 18 gespielt hat (it’s this time of the year again…), die Musik aus gemacht und bin wie eine Tote ins Bett gefallen.

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20171008_202247.jpgAm Samstag dann das gleiche noch einmal. Dieses Mal allerdings nicht mit lauter Rock-Musik, sondern mit entspannteren Tönen. An diesem Tag hatte ich mir den Erin-Rock aus dem “Capsule Wardrobe – City Break” eBook vorgenommen. Und auch bei der Arbeit an diesem Kleidungsstück bin ich wieder so richtig in einen Näh-Rausch geraten. Alles ging mir leicht von der Hand. Der Stoff ließ sich absolut traumhaft einfach verarbeiten und ich hatte sogar nach 24 Uhr noch ausreichend Energie, um die 8(!) Knopflöcher in Angriff zu nehmen, die für die lange Version des Rockes genäht werden müssen.20171008_213345.jpg

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Einzig das Annähen der Knöpfe habe ich auf den Sonntag verschoben. Denn Knöpfe annähen – vor allem wenn sie den Rock zusammenhalten und also wirklich, wirklich gut halten müssen, damit es nicht peinlich wird – das konnte ich bis Sonntag Morgen gar nicht. Außerdem habe ich wirklich viel Herzblut in die Arbeit an diesem Rock gesteckt. Darum wollte ich die Knöpfe auf keinen Fall schludrig annähen – es sollte perfekt werden! So habe ich mir erst einmal in Ruhe dieses super Tutorial bei der Fashionmakery angeschaut. Und mich zum dritten Mal an diesem Wochenende in meinem Zimmer verschanzt. Bei den Knöpfen 1 bis 3 hat das Annähen noch etwas länger gedauert. Aber bei 8 Knöpfen hat man ja wirklich viel Gelegenheit zum Üben, so dass ich jetzt verkünden kann: Knöpfe annähen – hab ich drauf. Ja, auch mit Steg. Check!

An diesem Wochenende gab es also gleich mehrere Premieren:

  • Das erste Mal Nähen am neuen Tisch.
  • Das erste Mal ein ganzes Outfit an einem Wochenende fertig genäht.
  • Das erste Mal – richtig gut – von Hand Knöpfe angenäht.

Dieser Näh-Flow hat sich so unfassbar gut angefühlt. Auch wenn ich Abends immer total kaputt und ausgezehrt ins Bett gefallen bin. Aber ich glaube, genau so muss es sein, wenn eine kreative Vision “raus” will. Schade, dass man sich so etwas nicht vornehmen kann. Ein Flow passiert einfach. Gut, wenn man dann genug Zeit hat, um ihn in voller Länge ausleben zu können.

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Ich bin jedenfalls sehr dankbar für dieses Wochenende im Kreativ-Rausch und freue mich sehr, dass ich so endlich auch mal wieder einen Beitrag für den MeMadeMittwoch beisteuern kann.

Außerdem verlinke ich mich mit diesem Outfit noch für die Monatsfarbe Blau bei Selmins 12 Colours of handmade fashion-Challenge.

Alles Liebe – Wiebke

 

 

 

Warum ich in meinem Zimmer Platz schaffen musste // BIG NEWS!

Meinen neuen DIY Näh-Tisch habe ich euch ja schon voller Stolz und Begeisterung gezeigt. Dass ich mehr Arbeitsfläche und Strauraum zum Nähen brauchte waren aber nicht die einzigen Gründe für die Umräum- und Möbelbau-Aktion.

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Es gab einen weiteren, wichtigen Grund: Ich wollte in meinem Zimmer Platz für einen festen Ort zum Yoga üben und Meditieren schaffen.

Schon seit Monaten hatte ich den Wunsch, mir eine eigene, regelmäßige Yogapraxis für zu Hause aufzubauen. Und den Punkt “Tägliche Meditations-Routine” habe ich auch schon lange auf einer handgeschriebenen Liste mit Herzenswünschen stehen. Darum war es eigentlich längst an der Zeit hier einen Schritt zu gehen, um meine Wünsche in die Tat umzusetzen.

Bis vor ein paar Wochen konnte ich mich aber einfach nicht dazu aufraffen und hatte keine Idee, wie ich es angehen sollte. Darum dümpelte dieser Herzenswunsch einige Zeit in meinem Hinterkopf vor sich hin.  So lange, bis ich vor fast genau einem Monat eine Entscheidung getroffen habe.

Eine Entscheidung, die meine Motivation extrem gesteigert hat.
Eine Entscheidung, die mich so glücklich macht, dass ich Schmetterlinge im Bauch habe, wenn ich darüber nachdenke.
Eine Entscheidung, für die ich meinen ganzen Mut zusammen nehmen musste, da sie mir ganz schön Angst einjagt.
Eine Entscheidung, die möglicherweise meinem Lebensweg noch einmal eine ganz neue Richtung gibt:

Ich habe mich für eine Yogalehrer-Ausbildung angemeldet!!!

Im Januar geht es los. Bis dahin habe ich habe ich eine richtig lange Lektüre-Liste durchzuarbeiten.

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Vor allem aber möchte ich die Zeit nutzen, um zu üben, üben, üben! Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass meine Motivation, zu Hause die Yogamatte auszurollen jetzt ungefähr 10.000 mal höher ist, als vorher. Und darum brauchte ich jetzt also dringend meinen Yoga-Platz.

Und hier ist er: Hinter meinem neuen Nähtisch, der prima als Raumteiler dient. Direkt am Fenster. Im schönen Licht, das durch meine rosafarbenen Vorhänge getönt ins Zimmer gefällt. 20170924_190318

In vier Kallax-Fächern meines Tisches liegen alle Yoga Utensilien bereit: Blöcke, Kissen, Decken und dicke Socken, damit ich während der Meditation keine kalten Füße bekomme.

Richtig schön habe ich es mir gemacht. Ich will zelebrieren, dass Yoga jetzt ein noch größerer Teil meines Lebens wird! Darum gibt es auch einen Mini-Altar mit Buddha, Kerzen, Kristallen und Duftöl. Und ein Regal, das meine Notizbücher und sonstigen Schätze beherbergt.

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Ich bin richtig, richtig happy mit meiner kleinen Yoga-Ecke. Ich fühle mich wohl und geborgen. Habe alles griffbereit, was ich benötige und bin umgeben von Dingen, die mich inspirieren. Happy vibes all over the place!

Und so wundert es mich auch nicht, dass ich es seit zwei Wochen – also seit dem Tag, nachdem wir den Tisch gebaut haben – jeden Tag geschafft habe, Yoga zu üben oder zu meditieren.

Da Yoga jetzt von einem eher stillen Lebensbegleiter zu einem großen, bunten und wichtigen Teil meines Lebens herangewachsen ist, werde ich sehr wahrscheinlich in Zukunft öfter das Bedürfnis haben, hier über meine Erfahrungen zu berichten. Ich habe noch keine konkreten Pläne und auch noch keine Vorstellung davon, wie die Themen aussehen könnten. Aber dass es ein weiterer Schwerpunkt hier auf dem Blog wird, davon gehe ich stark aus. Ihr könnt euch also auf ein wenig Mindfulness freuen!

So, ihr Lieben… Jetzt habe ich meine große Neuigkeit enthüllt und euch meinen Yoga-Platz gezeigt. Aber ich habe noch etwas für euch: In den nächsten Tagen verrate ich euch, wie ich es schaffe, die Zeit für meine Yogapraxis im Alltag zu finden.

Bis dahin wünsche ich euch alles Liebe und eine entspannte Woche!

Eure Wiebke

 

Mein neuer DIY Näh-Tisch

Ich bin überglücklich, euch heute mein neu eingerichtetes Nähzimmer zeigen zu können!20171001_195636.jpgSascha und ich haben in den letzten Wochen fleißig daran gearbeitet, mein Kreativ-Reich zu optimieren. Warum das nötig war? Gute Frage, schließlich hatte ich auch vorher schon einen ganzen Raum nur für mich. Für viele, viele Macherinnen ist das eine absolute Luxus-Vorstellung – ich weiß… Aber ihr werdet mir sicherlich zustimmen, wenn ich sage: Auch das größte Zimmer kann einem den Näh-Spaß verderben, wenn zu wenig Stauraum und zu wenig Arbeitsfläche vorhanden ist. Wenn das Chaos die Handgriffe erschwert und man die halbe Zeit auf dem Fußboden herumkriecht, weil nur dort die Arbeitsfläche groß genug zum Zuschneiden ist, dann nervt das nicht nur. Es sorgt auch für Rückenschmerzen und permanent eingeschlafene Unterschenkel – und das will ja schließlich niemand!

 

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Darum habe ich mich bei Pinterest inspirieren lassen und mir eine Lösung für mein Zimmer ausgetüftelt. Dabei herausgekommen ist ein riesengroßer Multifunktions-Arbeitstisch.

 

Ein Tisch an dem ich Nähen kann. Ein Tisch, auf dem ich stehend (!) zuschneiden kann. Ein Tisch, auf dem ich Schnittmuster ausbreiten kann. Ein Tisch, an dem ich auch gemütlich sitzen und Schreibkram erledigen kann. Einfach ein Tisch für alles.

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Als zusätzlichen Bonus bringt dieser Superhelden-Tisch jede Menge Stauraum mit. Da er auf Rollen steht, kann ich ihn in meinem Zimmer so bewegen, wie es mir gefällt. Wenn die Sonne scheint, kann ich ihn ans Fenster schieben. Wenn es dunkel ist, schiebe ich ihn unter die Deckenlampe. Wenn ich Platz zum Saugen brauche, schiebe ich ihn an die Wand.

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Drei eingelassene Stiftebecher sorgen dafür, dass ich die nötigsten Utensilien immer zur Hand habe und eine Küchenhelfer-Stange, die wir unter der Arbeitsplatte angeschraubt haben, bietet die Möglichkeit, weitere Scheren, Lineale etc aufzuhängen.

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Die Konstruktion des Tisches basiert auf einem einfachen IKEA-Hack. Wir haben vier Kallax 4er-Würfel auf eine OSB Platte geschraubt. Unter der OSB Platte haben wir die Rollen angebracht. Als Arbeitsfläche dienen zwei Eckbacken Arbeitsplatten von IKEA, die wir noch etwas gekürzt haben. Und das war es eigentlich auch schon. Dann mussten wir nur noch den Umleimer und die Küchenhelfer-Stange anbringen, die drei Löcher für die Stiftehalter bohren und der Tisch war fertig.

Als letztes Detail haben wir für noch mehr Stauraum an einer Seite noch ein Regalbrett angeschraubt.

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Dass ich an diesem Tisch sowohl im Stehen, als auch im Sitzen arbeiten kann, ist definitiv der Punkt, der mir für die Konstruktion am wichtigsten war. Darum habe ich sehr genau darauf geachtet, wie hoch der Tisch wird und im Vorfeld recherchiert, welche Sitzhöhe zu welcher Tischhöhe passt.

Nach langem hin und her habe ich mich an den Maßen für einen Hoch-Esstisch orientiert. Und so ist es genau perfekt für mich.

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So – und jetzt freue ich mich darauf, den Tisch einzuweihen. Bisher habe ich nur Schnittmuster auf dem Tisch zusammengeklebt und brenne darauf, endlich das erste Mal daran zu nähen. Ich habe schon drei wunderbare neue Stoffe für den Herbst hier liegen, die endlich angeschnitten werden wollen. Ich hoffe, dass ich morgen am Feiertag ein paar Stunden Näh-Zeit finden werde.

Ich wünsche euch einen entspannten Feiertag!

Alles Liebe – Wiebke

Seed Starter # 12 / Erntedank & Projekt Abschluss

Pünktlich zum bevorstehenden Erntedank-Fest schließe ich mein diesjähriges Seed Starter Projekt mit einem Foto-Rückblick ab.

Von Anfang an war eine meiner Haupt-Motivationen, dieses Projekt hier so akribisch zu dokumentieren, dass ich mich auf genau diesen Moment gefreut habe. Der Moment, wenn ich Foto für Foto das Wachstum einer Pflanze dokumentieren kann. Vom Samen bis zur erntereifen Frucht – also bis zum Samen der nächsten Generation.

Ich hatte oft, während ich die Blogposts zu dieser Serie geschrieben habe, die Vision von einem kleinen Daumenkino, um das Wachstum zu visualisieren.

Jetzt habe ich mich aber für ein Diashow-Video entschieden. Ich hoffe es gefällt euch – seht die Tomaten wachsen!

Seed Starter 2017 – From seed to food in 57 seconds.

Auch wenn die Bilder eigentlich ausreichen, um das Projekt zusammenzufassen. Ein paar Worte und Gedanken möchte ich noch teilen und festhalten.

Die Anzucht-Phase, als ich die kleinen Pflänzchen auf der Fensterbank ganz nah bei mir hatte, und ich sie jeden Tag betüddeln und bemuttern musste, dafür aber auch mit täglichen Erfolgserlebnissen belohnt wurde, hat mir am meisten Spaß gemacht. Vielleicht, weil das Projekt zu der Zeit noch neu war und ich noch vollen Anfangs-Elan hatte. Vielleicht aber auch, weil es sich easy in den Alltag integrieren ließ.

Die Phase, in der die Pflanzen draussen gelebt und ihre Früchte produziert haben, habe ich als sehr arbeitsintensiv empfunden. Natürlich ist es so, dass der Rest des Gartens nicht abwartet, bis ich mit meiner Gemüsezucht fertig bin. Im Sommer wächst alles gleichzeitig. Alle Pflanzen brauchen Pflege und Wasser und Schnitt. Und wenn dies wirklich JEDEN EINZELNEN TAG nötig ist, um die Pflanzen am Leben zu halten und ich nach der Arbeit jeden Tag mindestens 1.5 Stunden im Garten verbringen muss… dann ist das für unseren Alltag einfach zu viel und unrealistisch. Ihr merkt es vielleicht schon an meiner Ausdrucksweise – aus dem “ich möchte” ist im Laufe des Sommers ein “ich muss” geworden. Und das war sehr zäh. Darum habe ich auch trotz großer Pläne keine weiteren Sorten mehr ausgesät.

Und auch wenn es dann zur Erntezeit wieder viel erfreulicher wurde, und ich wirklich jede einzelne Tomate und Gurke gefeiert und genossen habe, werde ich das Projekt in diesem Umfang nächstes Jahr nicht wiederholen.

Ich könnte mir vorstellen, dass ich ein paar Kräuter pflanze und vielleicht auch ein paar Erdbeeren.

Aber wenn ich durch dieses Projekt eine Sache gelernt habe ist es diese:

Auch wenn mir das Gärtnern und in der Erde buddeln unheimlich viel Freude bereitet, schlägt meine Stimmung um, wenn das Arbeitspensum den kompletten Alltag überlagert. Daher habe ich mein allgemeines Garten-Ziel angepasst.  Grob ausgedrückt lautet es jetzt so:

Unser Garten soll so pflegeleicht wie möglich sein und dabei trotzdem schön aussehen und Platz für kleine spontane Garten-Ideen lassen.

Mal sehen, wie sich das in der nächsten Garten-Saison so umsetzen lässt. Jetzt bin ich erst einmal froh darüber, dass sich die Saison dem Ende neigt. Ich bin kein Mensch, der dem Sommer lange hinterher trauert. Auch wenn ich ihn jedes Jahr herbei sehne und genieße – eigentlich mag ich jede Jahreszeit. Und nach der großen Sommer-Aktivität freue ich mich immer auf die etwas ruhigeren und introvertierten Jahreszeiten.

So – das war mein persönliches Fazit zu diesem Projekt.

Und für alle, die neu hier sind und das Seed Starter Projekt von Anfang an verfolgen möchten, gibt es hier noch einmal die Übersicht über alle Beiträge der Serie.

Seed Starter Projekt 2017

#1 – Der Start

#2 – Was tut sich auf der Fensterbank

#3 – Die Tomaten Großoffensive

#4 – Größere Töpfe müssen her

#5 – Der Gemüse-Status

#6 – Der Blumen-Status

#7 – Blüten auf der Fensterbank

#8 – Wir bauen ein Tomatenhaus

#9 – Die erste Ernte

#10 – Endlich Tomatenzeit

#11 – Vom Beet in die Küche

Auch wenn sich das Fazit vielleicht beim ersten Lesen etwas negativ anhört, hat mir dieses Garten-Projekt im Großen und Ganzen unheimlich viel Spaß gemacht. Ich bin sehr dankbar für die Erfahrung und die Lektionen, die ich gelernt habe. Und ich weiß mit Sicherheit, dass ich spätestens im Januar wieder meine Gartenbücher wälzen und neue Ideen für die Saison 2018 ausbrüten werde. Aber bis dahin mache ich Garten-Pause.

Alles Liebe – Wiebke

Im Hochbeet / August

Ich habe immer das Gefühl, dass sich draußen in der Natur etwas ändert, sobald der Kalender auf August umschlägt. Eigentlich weiß ich, dass noch ein ganzer Sommer-Monat vor mir liegt. Aber irgendwie fühlt sich der Sommer schon nicht mehr so sommerlich an. Die Tage werden wieder spürbar kürzer, das Blattgrün ist nicht mehr so frisch, viele Blüten werden welk. Und dieses Jahr hat bei uns im Rheinland auch das Wetter nicht gerade dazu beitragen, dass sich die sommerliche Stimmung hält.

Im Gegenteil: Wenn ich in den Garten geguckt habe, dann war das Bild, das ich gesehen habe, ziemlich traurig. Zwei Hibiskus-Stämmchen in voller sommerlicher Blüte, dahinter aber eine Wiese auf der schon total viele braune Blätter lagen und über der ganzen Szene ein wolkenverhangener Himmel. Zwei Wochen lang sah es draußen bei uns so aus.

Sobald die Sonne wieder schien und wir den Rasen frisch gemäht hatten – also keine Blätter mehr herum lagen –  waren die Herbstgefühle aber zum Glück wieder wie weggewischt.

Aber genug davon – hier der August-Hochbeet-Report.

In unserem Stauden-Hochbeet…

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… haben sich die Bienen, Wespen und Schmetterlinge über eine zweite Blüten-Welle am Schmetterlingsflieder gefreut. Bei einer Gartenrunde konnte ich ein paar der fliegenden Besucher mit der Handykamera einfangen.

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Ich glaube, wenn der Schmetterlingsflieder mit seiner Blüte durch ist, dann ist die Blütezeit in diesem Beet vorbei. Die Sonnenhut-Blüten sind schon sehr verblasst – dieses Wochenende werde ich sie abschneiden. Und da sich unsere Herbst-Anemone leider nicht entwickelt hat, gibt es hier keine Blüten für den Spätsommer.

Aber das macht nichts. Denn dafür sind wir total begeistert davon, wie prächtig sich unsere Gräser im Ziergras-Hochbeet entwickeln.

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Das China-Schilf steht jetzt übermannshoch und ist richtig dicht geworden. Auch die zwei Rutenhirse-Pflanzen haben noch einmal einen Schuss gemacht.

Das ehemalige Malven-Hochbeet (ich habe mir noch keinen neuen Namen ausgedacht) ist auch wieder schön grün geworden.

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Die Zitronenmelisse wächst kräftig und auch das Schilf hat sich wieder ganz gut erholt. Ein neues Lampenputzer-Gras ist mit in das Beet eingezogen und so kann es jetzt auch bis zum nächsten Frühjahr bleiben.

Das Erdbeer-Hochbeet

… ist leer. Unsere Erdbeeren waren so verwuchert und von Ungeziefer befallen, dass Sascha sie in einem Anfall von Aufräum-Eifer einfach ausgemacht hat.

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Jetzt denken wir darüber nach das Beet bis zum nächsten Frühjahr einfach mit Balkon-Zierpflanzen zu verschönern. Mal sehen was es wird – nächsten Monat sehr ihr bestimmt mehr!

Bis dahin wünsche ich euch viele goldene Spätsommertage in euren grünen Oasen!

Alles Liebe – Wiebke

 

Street Art gucken mit Mami + Else

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Meine Mami liebt Street Art noch mehr als ich.

Ich finde, das ist ein schöner erster Satz für einen Blogpost. Und er entspricht absolut der Wahrheit. Glücklicherweise wohnt sie direkt um die Ecke von Düsseldorfs erster und einziger Hall of Fame. Beide – also meine Mami und die Hall of Fame – wohnen seit ungefähr zwei Jahren in Düsseldorf-Eller und genau so lange geht meine Mami regelmäßig alle paar Wochen eine Runde spazieren, um die neuen Bilder zu bestaunen und zu knipsen.

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So oft es sich anbietet, begleite ich sie bei ihrer Street Art Tour. Wie auch diesen Sonntag. Praktischerweise hatte ich meine Sommer-Else an, so dass ich die tolle Kulisse direkt nutzen konnte, um euch endlich mal wieder ein selbstgenähtes Kleidungsstück zeigen zu können. Ich präsentiere meine Rettungsringe-Sommer-Else!

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Schnitt: Else Baukastenkleid von Schneidermeistern

Variante: U-Boot Ausschnitt, kurze Ärmel, schmaler Rock mit normalem Saumabschluss

Stoff: Rettungsringe Jersey von Swafing über Traumbeere.de

Dies ist meine erste Else und ich bin von dem Schnitt absolut angetan. Beim Stöbern in meinen liebsten Nähblogs habe ich sooo viele tolle Designbeispiele des Baukasten-Kleides gesehen, dass ich den Schnitt unbedingt ausprobieren wollte. Ursprünglich hatte ich vor, eine Blockstreifen-Else zu nähen. Aber dann kam alles anders.

Denn als ich diesen Stoff – aus dem ich eigentlich nur ein Ankerliebe-Shirt nähen wollte – im Büro schon einmal ausgepackt und gemeinsam mit meiner lieben Kollegin neugierig bestaunt habe, hatte meine Kollegin die Eingebung, dass ein Kleidchen aus dem Stoff auch sehr schön aussehen würde. Und da musste ich ihr zustimmen. Zumal ja eh eine sommerliche Else auf meiner Liste stand. Warum also nicht aus diesem Stoff? Man muss ja auch mal spontan sein können.

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Ich war mir nur nicht sicher, ob der Stoff für beide Teile reichen würde.  Auch nach intensivstem Studium der Stoffverbrauch-Angaben in den Anleitungen kam ich immer wieder zu dem Schluss: Könnte klappen, wird aber knapp. Darum habe ich in unserer Zu-Hause-Urlaubswoche einfach beide Teile parallel gestartet. Beide Schnittmuster ausgedruckt, zusammengeklebt und so lange auf dem Stoff herum geschoben, bis es gepasst hat. Juhuu! Und ich musste noch nicht mal stückeln oder an Nahtzugaben sparen.

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Ich habe mich für eine Variante mit schmalem Rock, kurzen Ärmeln und U-Boot Ausschnitt entschieden. Da ich im Nähflow total vergessen habe den Rock zu kürzen, hat er jetzt eine für mich eher untypische Länge. Aber es gefällt mir. Ich mag diese Else so wie sie ist und habe sie in den letzten sechs Wochen (ja – so lange ist sie schon fertig und hat auf Fotos gewartet!) bei jeder sich bietenden Gelegenheit getragen. Ein herrlich bequemes und unkompliziertes Kleidungsstück, das mir immer gute Laune macht.

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Ich bin sicher, dass es nicht das letzte Kleid ist, was nach diesem Schnitt entstanden ist. Die Blockstreifen-Variante mit 3/4 Ärmeln habe ich immer noch im Kopf. Und ein puder-rosa farbenes Hoodie-Kleid fände ich auch toll. Ach ja – so viele Ideen, so wenig Zeit. Ihr wisst ja, wie das ist…

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Dieses rosafarbene Sommerkleid verlinke ich jedenfalls nachträglich noch bei Selmins 12 Colors of handmade fashion Challenge. Ich verfolge den heimlichen Plan, bis Ende des Jahres nach und nach noch zu allen Monatsfarben ein Teil beizusteuern. Mal sehen ob das klappt.

Ich wünsche euch auf jeden Fall einen wunderbaren Wochenstart und hoffe, dass euch meine Street Art Bilder gefallen haben!

Alles Liebe – Wiebke