Sommer-Capsule // Inspiration

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Als ich begann, mir Gedanken um meine Sommer-Capsule zu machen, stellte ich mir zuerst eine wichtige Frage: Was ist los im Sommer? Die überraschende und gleichzeitig großartige Antwort darauf lautet: NIX! Keine Hochzeit, kein Wegfahr-Urlaub, keine Familienfeier. Kurz gesagt: Kein Termin, der eine besondere Garderobe erfordern würde.

Dann stellte ich mir noch mal die Frage: OK, aber was ist denn dann trotzdem los im Sommer? Die Antwort darauf lautet: Hoffentlich viele Grillabende mit Freunden, chillen im Garten, Abends nach der Arbeit noch lange auf der Terrasse sitzen, Fahrradtouren, an den See fahren, Frühstücks-Dates, Schön-Wetter-Ausflüge.

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Bildquelle: Design-Seeds / Fresh Hues

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Bildquelle: Design-Seeds / Colour View

Für meine Sommer-Capsule bedeutet das in erster Linie: Es darf lässig werden! Und das finde ich für die heiße Jahreszeit auch genau das richtige. Auch wenn meine Capsule für Büro und Freizeit funktionieren soll – im Sommer darf es entspannter sein.

Mir schweben luftige, weite Teile vor, in denen man sich gut bewegen kann. Eine kurze Hose, die einen Fahrradausflug mitmacht und in der es sich gut auf der Gartenliege liegt. Ein lässiges Kleid für den Grillabend über das ich mir zu späterer Stunde noch eine Jeansjacke ziehen kann. Ein sommerlicher Rock fürs Frühstücks-Date und natürlich T-Shirts, T-Shirts, T-Shirts.

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Bildquelle: Design-Seeds / Cacti Color

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Bildquelle: Design-Seeds / Paper Flora

Die Farben, die mich diesen Sommer inspirieren, sind: Lila, Orange, Pink, Blau, Olivgrün und Braun. Jeweils in sehr kräftigen Tönen. Ich denke an die Farben von üppig blühenden Sommergärten bei Abendsonne. Seht selbst – hier entlang geht es zu meinem Pinterest-Moodboard.

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Bildquelle: Design-Seeds / Sweet Hues

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Bildquelle: Design-Seeds / Cadied Hues

Ich habe Lust auf wilde, bunte Muster und Colour-Blocking – aber immer in Kombination mit beruhigenden Uni-Teilen. Bei der Stoff-Wahl denke ich an Leinen, Viskose-Leinen, Baumwoll-Jersey und Denim. Accessoires aus braunem Leder oder Korb, Goldschmuck, Sonnenbrillen und Tücher für’s Haar – fertig ist der Sommer-Style. Zumindest in meinem Kopf. Wie das Ganze dann genau aussehen soll und welche Kleidungsstücke ich für den Sommer nähen möchte, zeige ich euch Ende des Monats.

Habt ihr auch schon Ideen für eure Sommer-Garderobe oder seid ihr sogar schon fertig?

Alles Liebe – Wiebke

Sloane // Mein farbenfroher Frühlings-Pulli

Am Donnerstag ist das nächste Teil meiner Frühlings-Capsule fertig geworden – der Sloane Sweater von Named Clothing. Ich freue mich, euch das neue Stück heute vorstellen zu dürfen.

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Stoff: Sommersweat von Nosh + Bio-Bündchen aus dem Stoffbüro

Für diesen Pulli habe ich zum ersten Mal den viel gelobten Sommersweat von Nosh ausprobiert und bin selber auch ganz angetan. Er lässt sich easy verarbeiten und trägt sich auf der Haut super angenehm. Ich hatte mich ja schon immer gefragt, warum diese Stoffart eigentlich Sommersweat heißt. Jetzt weiß ich es: Weil man sie auch im Sommer ganz angenehm und luftig tragen kann ohne einen Hitzekoller oder Schweißausbrüche zu bekommen.

Das Zuschneiden des Stöffchens fand ich allerdings recht schwierig. Zum einen weil er sich auch nach ausgiebigstem Bügeln nicht so richtig brav und glatt auslegen lassen wollte und zum anderen, weil die Ringel so dicht beieinander liegen, dass ich immer in der Zeile verrutscht bin. Ich habe so viel wie möglich mit dem Rollschneider und meinem großen Quiltlineal geschnitten – so hat es dann doch noch ganz gut geklappt.

Sobald aber alle Teile einmal zugeschnitten waren, lief das Nähen reibungslos. Mit den Anleitungen von Named komme ich wirklich gut klar und der Stoff ließ sich wunderbar vernähen. Ich merke jetzt schon, dass mir viele Arbeitsschnitte – im Vergleich zu meinem ersten Jersey-Longsleeve – viel leichter von der Hand gehen. Ist ja auch kein Wunder, schließlich muss ich jetzt nicht mehr für jeden Schritt ein Youtube Video gucken. 😀

Ein erstes Mal gab es allerdings doch noch: Ich habe das erste Mal mit Bündchen Stoff gearbeitet. Gefällt mir! Einfache Verarbeitung und tolles Ergebnis. Ich glaube, das möchte ich demnächst auch mal bei ein paar T-Shirts an Halsausschnitt und Ärmeln ausprobieren. Mir gefällt, dass die Kleidungsstücke durch das Bündchen so professionell aussehen. Als nächsten Schritt – sozusagen als I-Tüpfelchen – möchte ich dann noch das Absteppen mit der Zwillingsnadel ausprobieren. Aber erst beim nächsten Teil.

So – jetzt zeige ich euch, wie toll sich dieser Ringelpulli in meine Capsule einfügt. Ich kann ihn nämlich, trotz der auffälligen Farbe – mit fast all meinen bisher genähten Kleidungsstücken kombinieren.

Auf den Fotos oben trage ich den Pulli mit der Girlfriday Culotte.

Hier über meiner weißen Cleo.

Und hier mit meinem Jeansrock.

Ich freue mich total, dass dieser Outfit-Kombi-Plan so geklappt hat, wie ich es mir vor mehr als zwei Monaten überlegt habe. Damals habe ich ja nur mit Schnitten, Stoffen und bunten Bildern in meinem Kopf jongliert. Und jetzt ist es so toll zu sehen, dass die Outfits Realität geworden sind und auch wirklich funktionieren. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr das meine Vorfreude auf die Sommer-Garderobe steigert!!

Jetzt gehe ich aber erst einmal beim MeMadeMittwoch stöbern und lasse mich von den Werken der tollen Näh-Mädels inspirieren.

Alles Liebe – Wiebke

 

 

Seed Starter #9 // Die erste Ernte

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Seit dem unser Gemüse nach draußen gezogen ist, sind die Pflanzen regelrecht explodiert. Unser Tomatenhaus gleicht einem Dschungel. Sascha und ich mussten schon in mühsamer Entwirrungs-Arbeit ganze Äste von den Tomaten abknipsen, damit die Pflanzen nicht zu sehr wuchern und ihre Kräfte eher für das Fruchtwachstum einsetzen.

Schaut euch mal diesen Vergleich an. Dieses Bild stammt aus dem letzten Seed-Starter Bericht:

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Gestern Abend sah es in unserem Tomatenhaus so aus:

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Zwischen den beiden Fotos liegen 3 Wochen. Wahnsinn, wie schnell die Pflanzen gewachsen sind, oder? Diese Woche haben wir auch die ersten Mini-Tomaten entdeckt.

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Und hier noch einmal eine Nahaufnahme einer Tagetes-Blüte. Der Duft ist wirklich intensiv-würzig. Kein Wunder, dass man die Blüten von einigen Tagetes-Sorten wohl ganz gut als Salatgewürz nutzen kann. Ich habe noch  nicht nachgeschaut, ob unsere Sorte dazu gehört. Sollte es so sein, probiere ich das mal aus und werde berichten. Hier habe ich eine Liste mit essbaren Tagetes-Sorten gefunden.

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Unsere Zucchinis sind mittlerweile auch endlich in ihr Hochbeet umgezogen. Zwei Pflanzen haben schon Mini-Fruchtansätze gezeigt, aber beide Baby-Zucchinis sind nach ein paar Tagen verschrumpelt. Wahrscheinlich haben wir noch nicht genug gegossen? Mal sehen, wie es mit den nächsten Früchten klappt.

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Eine der Gurken-Pflanzen hat auch zwei Mini-Früchte produziert. Hoffentlich können wir die am Leben halten.

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Aber jetzt kommt das Beste. Unsere erste Ernte! Hier gucken sie schon aus der Erde:

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Und hier halten wir sie in unseren Händen – unsere ersten selbst gezogenen Radieschen! Hurra! Die kostbare Ernte ist am nächsten Morgen direkt auf unsere Brote gewandert und hat köstlich geschmeckt.

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Habt ihr schon etwas aus eurem Gemüse-Garten geerntet?

Alles Liebe – Wiebke

5 Tipps für den Alltag mit Capsule & eine erste Zwischenbilanz

Wie lebt es sich mit einer Capsule Wardrobe? Wie klappt die Outfit-Wahl? Wie weit bin ich mit dem Nähen gekommen? Ich ziehe eine erste Zwischenbilanz und habe mir ein paar Tipps überlegt – für mich selber und für euch natürlich auch, wenn ihr sie gebrauchen könnt.

Zuerst zum Näh-Status: Ab Juli starte ich definitiv mit dem Nähen der Sommer-Teile. Ich kann jetzt schon absehen, dass ich es nicht schaffen werde, alle Teile auf meiner Frühlings-Capsule Liste zu nähen. Aber das macht nichts. Ich nähe diesen Monat noch alle Stücke, für die ich bereits Stoff gekauft habe und verschiebe die restlichen Projekte auf die Merkliste für meine Herbst- oder Winter-Garderobe. Denn der Sommer ruft nach neuen Teilen, neuen Farben, neuen Schnitten. Ich habe mir schon alles ganz genau überlegt und werde euch in den nächsten Tagen schon mal meine Inspiration für die Sommer-Capsule zeigen, bevor ich dann wieder alle Teile genau vorstelle. Seid also gespannt.

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Aber jetzt erst einmal wieder zurück zum Frühlings-Zwischenstand:

Leider muss ich sagen, dass sich mein Gehirn noch nicht so auf meine Saison-Garderobe eingestellt hat, wie ich es gerne hätte. In meinem ersten Monat mit der Capsule fiel mir die Outfit-Wahl morgens sehr schwer. So schwer, dass ich an Arbeitstagen oft zu alt-bewährten Go-To-Outfits gegriffen habe, weil ich es in meinem müden Kopf nicht hinbekommen habe, neue Kreationen zusammenzustellen. An freien Tagen oder wenn ich nach der Arbeit noch etwas vorhatte und mich dafür umgezogen habe, klappte es jedoch bisher ganz wunderbar. Eigentlich läuft es also genau so, wie ich es mir überlegt habe – denn es sollte ja eine Freizeit-Capsule sein. Aber damit bin ich irgendwie noch nicht so ganz zufrieden. Ich würde mich in Zukunft gerne an mehr Tagen in der Woche (am liebsten jeden Tag) aus dem Capsule-Pool kleiden. Damit es sich mehr nach einer richtigen Capsule anfühlt.

Damit das klappt, habe ich mir ein paar Dinge überlegt, um das Leben mit Capsule für mich einfacher zu gestalten und die Mini-Garderobe besser in meinem Alltag zu verankern.

Von der Freizeit-Capsule zur Alltags-Capsule.

  1. Alles auf einen Blick. Eigentlich wird empfohlen, den Kleiderschrank leer zu räumen und nur die Capsule-Teile – mit viel Platz und hübsch präsentiert – wieder einzuräumen. Alle anderen Klamotten sollen solange in Unterbett-Kommoden o.ä. zwischengelagert werden. Das kommt für mich allerdings momentan nicht in Frage. Dazu habe ich weder genug Platz, noch Lust. Um trotzdem meinen Klamotten-Pool auf einen Blick sehen zu können, habe ich mir einen Trick von meiner Freundin Biggy geklaut: Für die Sommer-Capsule werde ich mir Fotos der einzelnen Kleidungsstücke ausdrucken und neben meinem Kleiderschrank an die Wand hängen. So habe ich die Teile, aus denen ich mich bedienen kann, direkt vor Augen. Biggy klebt sich Fotos mit Outfit-Inspiration von innen an die Schranktüren – nur leider haben wir Schiebetüren, da klappt das nicht so gut. Also muss die Wand dran glauben – Washitape sei Dank ist das ja kein Problem.
  2. Der frühe Vogel fängt den Wurm – äh… das Outfit. Ich bin die letzten drei Jahre morgens immer so lange im Bett liegen geblieben wie maximal möglich. Diese vermaledeite Snooze-Taste… vielleicht kennt ihr das Problem ja auch. Dieses “Noch-5-Minuten-Sydrom” hatte zur Folge, dass ich mich fast jeden Morgen in Eile für den Tag fertig machen musste. Kein Wunder, dass ich so nur auf Autopilot funktioniere und mir keine Outfits einfallen. Darum habe ich mir einen Ruck gegeben und stehe jetzt früher auf. Klappt total gut: Ich bin viel entspannter und schaffe es sogar noch, am Tisch sitzend eine Tasse Kaffee mit Sascha zu trinken, bevor ich in den Arbeitstag starte.
  3. Planung ist alles. Aus weiteren Ausdrucken der Fotos und einer Magnettafel (z.B. dieser hier) habe ich vor, mir einen Capsule-Outfitplaner zu bauen. So kann ich mir für eine Woche – je nach Wetter und Terminen – die Outfits schon im Voraus zusammenschieben und muss morgens überhaupt nicht mehr überlegen.
  4. Und wenn es doch mal schnell gehen muss: Neue Go-To Outfits müssen her! Ich habe ja oben schon geschrieben, dass ich oft zu alten Go-To Outfits gegriffen habe, wenn ich nicht weiter wusste. Darum werde ich für die Sommer-Capsule mindestens drei neue Go-To Outfits zusammenstellen, in denen ich mich genau so wohl fühle, wie in meinen alten Lieblingsteilen.
  5. Dokumentation. Ich möchte irgendwo in unserem Haus einen Ganzkörper-Selfie-Spiegel aufstellen. Aktuell gibt es bei uns keinen, vor dem man ein Foto machen könnte. Und das ist der Plan: Ich möchte mit Start der Sommer-Capsule jeden Tag ein Foto von meinem Outfit machen. Zumindest erst mal nur für mich. Ob ich diese Fotos hier oder auf Instagram teilen werde, weiß ich noch nicht. In erster Linie geht es erst einmal darum, mich selber durch die Dokumentation zu motivieren und zu beobachten.

Ich bin gespannt, wie und ob diese Maßnahmen mir das Leben mit Capsule erleichtern werden. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt? Habt ihr weitere Tipps? Vielleicht geht es der ein oder anderen von euch ja auch so wie mir und ihr fühlt euch noch nicht so angekommen. Dann freue ich mich, wenn diese Ideen euch auch weiterhelfen! Wir bekommen das hin – ganz bestimmt!

Alles Liebe – Wiebke

Eine Cleo ganz in Weiß

Als ich Selmin’s Verkündung der Farbe Weiß für den Monat Mai der “12 Colours of handmade  fashion” Challenge gesehen habe, musste ich innerlich jubeln. Denn es ist das erste Mal seit Anfang des Jahres, dass die Monatsfarbe zu meinen geplanten Nähprojekten passt. Und dann musste ich direkt meine Nähpläne einmal umsortieren, denn eigentlich wollte ich im Mai an einer knatschbunten Burda Hose arbeiten.

Da ich mich vor meinem ersten Burda-Nähprojekt aber eh so ein wenig rumgedrückt habe (kennt ihr auch so etwas wie Burda-Prokrastination??), kam mir diese Ausflucht mehr als gelegen. Also nichts wie ran an meine zweite Cleo!


Schnitt: Cleo von Tilly and the buttons

Version: Mini-Länge mit einer Brusttasche und zwei Gesäßtaschen

Stoff: weißer Denim aus dem mönchengladbacher Stoff-Outlet

Nachdem ich bei meiner ersten Cleo ja die schicke, knielange Version mit Schlitz und zwei kleinen Taschen auf dem Vorderteil genäht habe, sollte die weiße Cleo eher sommerlich-casual werden. Darum habe ich mich für die Mini-Version mit großer Brusttasche und zwei kleinen Gesäßtaschen entschieden.



Das Topstitching habe ich mit gold-gelbem Jeansfaden genäht und bin total begeistert von diesem Farb-Akzent. Zusammen mit den silbernen Jeansknöpfen und den Latz-Schnallen wirkt das Kleid so richtig sommerlich.
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Als weiteres Detail habe ich die untere Rock-Kante nicht gesäumt, sondern nur in zwei cm Höhe einmal rundherum einen Zierstich genäht. So kann die untere Kante schön lässig ausfransen und der Zierstich sorgt hoffentlich dafür, dass das Kleid durch die Franserei nicht irgendwann viel zu kurz wird.

Ich freue mich schon darauf, dieses Kleid in den nächsten Monaten zu tragen. In meinem Kopf schwirren dafür bereits diverse Outfit-Kombinationen herum.

So – und jetzt verlinke ich mich das erste Mal bei der “12 Colours of handmade fashion” Challenge und schaue, was die anderen Mädels so weißes genäht haben.
Alles Liebe – Wiebke

Im Hochbeet // Mai

Im April habe ich den Startschuss für meine neue Garten-Foto Reihe “Im Hochbeet” gegeben. Eine Garten-Saison lang möchte ich Monat für Monat das Geschehen in unseren vier Hochbeeten dokumentieren.

Heute ist der Mai-Status an der Reihe. Nachdem ich letzten Monat in meinem Auftakt-Artikel ja einen halben Roman geschrieben habe, um euch die ganzen Pflanzen vorzustellen, fasse ich mich dieses mal kürzer. Los geht’s!

Das Gemüse-Hochbeet

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Seht ihr die Erdbeeren?! Ich bin sooo happy, dass unsere Pflanzen so fleißig blühen und tatsächlich die ersten Erdbeeren wachsen und reifen! Ich träume von selbst gekochter Erdbeermarmelade und Erdbeerkuchen mit Beeren aus dem eigenen Garten. Höchstwahrscheinlich werden unsere 12 Pflanzen niemals so viele Beeren gleichzeitig reifen lassen, dass wir nach dem Naschen noch genug für Marmelade übrig hätten – aber ein bekennender Erdbeer-Junkie darf ja träumen.

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Die erste nahezu erntereife Erdbeere hat sich ein anderer Gartenbewohner schmecken lassen. Darum muss ich mich leider noch ein paar Tage gedulden, bevor ich selber endlich die erste probieren kann.

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Diese “anderen Gartenbewohner” sind Schnecken. Jap – Schnecken. Ich naiver Garten-Newbie dachte ja immer, man würde in Hochbeeten Gemüse anbauen, damit es eben NICHT den Schnecken zum Opfer fällt. Aber da lag ich wohl falsch, denn in unserem Hochbeet leben und essen Schnecken. Sie haben unsere zarten Kopfsalate über Nacht niedergemetzelt und sich auch das Radieschen-Grün schmecken lassen.

Seitdem Sascha jetzt immer Abends, sobald es dunkel ist, mit der Taschenlampe auf Schneckenjagd geht, ist es besser geworden. Ich hoffe, jetzt werden MEINE Erdbeeren in Ruhe gelassen. Wir werden sehen.

Das Stauden-Hochbeet

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Hier seht ihr schon einen ganz tollen Wachstums-Sprung im Vergleich zum April-Foto. Und die ersten Blüten gibt es auch schon. Schaut mal, wie interessant diese Rosa-Federbüschel-Blüten aussehen:

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Jetzt warte ich auf die ersten Sonnenhut-Blüten. Ich hoffe, diese Blüten-Ansätze beeilen sich und zeigen uns bald ihre schönen pinken Blätter!

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Hier noch eine Detail-Aufnahme der Grünblüte.

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Das Gräser-Hochbeet

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Nachdem Sascha und ich uns ja überhaupt nicht sicher waren, ob die Gräser den Winter überlebt haben, können wir jetzt verkünden: Sie leben! Und zwar alle!

 

Das Malven-Hochbeet

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Wie ihr seht – den Malvenrost haben die Pflanzen ziemlich gut überwunden. Wir haben sie zwei mal mit einem speziellen Mittel von Compo behandelt und danach sind sie regelrecht explodiert. Sie sind so sehr gewachsen, dass wir schon drei Pflanzen aus dem Beet herausnehmen mussten. Die gelben Margeriten wohnen jetzt in unserem Vorgarten.

Vermutlich dauert es nicht mehr lange, bis wir auch die Zitronenmelisse umpflanzen werden. Da auch das China-Schilf sehr auf Expansions-Kurs unterwegs ist, wird es wirklich eng in diesem Beet. Mal sehen, wie lange das noch gut geht.

Für den Schluss habe ich mir noch ein Highlight für euch aufbewahrt: Die wunderschönen Malven-Blüten. Tadahh…

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So – das war der Mai-Bericht aus unseren Hochbeeten. Ich wünsche euch einen entspannten Start in das sonnige Wochenende!

Alles Liebe – Wiebke

Draußen Leben – sonntags auf der Terrasse 

Bei Gesprächen mit Freunden oder Vorgarten-Plaudereien mit unseren Nachbarn habe ich immer wieder einen Satz gehört, der auch genau so aus unserem Mund hätte stammen können: 

In unserem Garten sind wir eigentlich nur zum Arbeiten. Ich kann mich kaum daran erinnern, wann ich das letzte mal im Garten gefaulenzt habe. 

Vor allem letztes Jahr haben wir wirklich jede freie Minute nur zum Arbeiten genutzt. Das soll sich dieses Jahr ändern. Ich möchte darauf achten, bewusst Quality-Time im Garten zu verbringen. Die grüne Oase, die wir uns hier schaffen, auch zu nutzen. Auszeiten nehmen, Durchatmen, den Vögeln beim Singen zu hören und dem Wind beim Blätterrascheln. Lesen, Stricken, Wolkengucken. Mich an den schönen Dingen des Lebens erfreuen. 

Heute ist der erste Sonntag, an dem ich es mir auf der Terrasse gemütlich gemacht habe. Und ich ermuntere euch auch dazu: genießt euren Sonntag draußen! Legt die Füße hoch und lest ein Buch!


Erlaubt es euch selber, Pause zu machen. Die habt ihr verdient. Ganz sicher!

Zur Inspiration zeige ich euch, womit ich es mir heute gut gehen lasse.

1. Meditatives Stricken. Ich habe mich in Christianes wunderschönes Drachenfels-Tuch verknallt und versuche mich jetzt auch an einem Stricktuch. 

Die Anleitung von Melanie Berg gibt es hier. Übrigens sind auch all ihre anderen Strickanleitungen umwerfend! Ich bin jetzt Fan. 

Ich nutze kuschelweiche Baby Merino Wolle von Drops. In den Farben Natur, Hellbeige und Helltürkis.

Die Rundstricknadeln in Größe 4 sind von Knitpro.

2. Tee gehört für mich zu einen perfekten Entspannungs-Ritual mit dazu. Heute in der Tasse: Grüner Tee mit Zitrone von Cupper

Dazu eine halbe Stroopwaffel. Nicht dass ihr denkt, ich wäre so diszipliniert und äße immer nur halbe Süßigkeiten. Es war die letzte und weil ich so eine nette Ehefrau bin, hab ich mit Sascha geteilt.

3. Lesestoff. Ein ganz ganz alter Schinken aus der Kategorie “heiterer Roman”. Leichte Unterhaltung, sehr lustig und wunderbar aus der Zeit gefallen. Ich liebe Evelyn Sanders. Falls euch auch der Sinn danach steht. Hier gibt es die Bücher bei Amazon

So ihr Lieben – womit lasst ihr es euch heute gut gehen?

Ich wünsche euch einen fantastischen Sonntag!

Alles Liebe – Wiebke

Seed Starter #8 – Wir bauen ein Tomatenhaus

Am Samstag haben wir unseren Plan in die Tat umgesetzt und unseren Fensterbank-Zöglingen ein Draußen-Zu-Hause gebaut. Und zwar für jeden so, wie er es gerne mag. Da Tomaten ja nicht so gerne im Regen stehen, hat Sascha sich die Konstruktion für einen flexiblen Tomaten-Unterstand ausgedacht. Das geniale an seiner Idee ist, dass wir das Dach im Winter – wenn die Gartensaison vorbei ist – einfach herunterklappen können. Die Speisskübel räumen wir in die Garage, die vorderen Stützbalken ebenso. Dann können wir das Dach dank Scharnieren herunterklappen und mit einem dicken Karabinerhaken an der Wand sichern. Wenn ich also mal in einem Jahr keine Lust auf Gemüsezucht habe, können wir unseren kleinen Garten trotzdem voll nutzen und haben keinen Platz verschenkt. Es ist also quasi Urban Gardening ohne Urban. 😉

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Alles, was wir an Material für den Unterstand brauchten, haben wir am Samstag Morgen in unserem local Bauhaus – a.k.a. bester Baumarkt weit und breit – eingekauft. Und dann ging es los ans werkeln. Zuerst haben wir alle Latten zugeschnitten und zu einem Rahmen, bzw. einer Unterkonstruktion für das Polyester-Wellpappe Dach zusammengeschraubt. Dann haben wir mit einfachen, kurzen Holzschrauben die Wellpappe oben auf dem Rahmen befestigt und überstehende Reste abgesägt.

Um das Dach an der Wand zu befestigen, haben wir zuerst einen dicken Balken an die Wand geschraubt. Dann haben wir die Scharniere befestigt und die Stützbalken mit einem dicken Hammer in die Erde gekloppt. Damit die Konstruktion auch wind-stabil ist, haben wir die Stützbalken noch mit ein paar Schrauben am Dach befestigt und drei dünne Stahlseile mit Karabinern und Ösen zwischen Wand und Dach gespannt.

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Als supergünstige Pflanzgefäß-Alternative haben wir uns Speisskübel ausgesucht. In den Boden haben wir mit der Bohrmaschine jede Menge Löcher gebohrt, damit es beim Giessen keine Staunässe gibt.

Zusätzlich haben wir jeweils in eine Rückwand Löcher gebohrt, damit wir durch diese Löcher die Spiralstäbe mit Kabelbindern fixieren konnten. Für noch mehr Halt haben wir die Spiralstäbe durch ein Loch im Boden des Kübels in die Erde gespießt.

Und das war es auch schon an Baumaßnahmen. Danach haben wir nur noch Erde in die Kübel geschüttet und die Tomaten konnten einziehen.

Zu zweit haben wir die ganze Aktion – inklusive Materialeinkauf – an einem Samstag geschafft. Und dafür, dass alles relativ spontan – also ohne große Vorplanung und Zeichnung – entstanden ist, bin ich mit dem Ergebnis super zufrieden. Ich mag das neue Tomatenhaus und hoffe sehr, die Tomaten mögen es auch. Eine Blüte habe ich sogar schon entdeckt. Allerdings an einer gekauften Jungpflanze – nicht an einer selbst gezogenen.

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Einen kleinen Zusatz-Tipp habe ich noch: In der aktuellen Ausgabe der “Mein schöner Garten” habe ich gelesen, dass eine Reihe Tagetes Tomatenpflanzen vor dem Befall von Wurzel Älchen schützen kann. Darum sind die Tagetes von unserer Fensterbank direkt mit in die Tomatenbeete gewandert.

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Jetzt bin ich gespannt, wie sich die Pflanzen draußen entwickeln. Als nächstes steht der Umzug der Zucchinis an. Ich werde berichten.

Alles Liebe – Wiebke

 

Seed Starter # 7 – Blüten auf der Fensterbank

Vor einer Woche und ein paar Tagen habe ich die ersten Knospen an den vier Zucchini-Jungpflanzen entdeckt und war total erstaunt, dass es direkt so viele sind.

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Aber natürlich habe ich mich sehr gefreut, dass es den Pflanzen so gut geht. Seit dieser Woche ist das Spektakel in vollem Gange – eine Knospe nach der anderen öffnet sich und zeigt eine wunderschöne, gelbe Blüte. Schaut euch mal diese Pracht an:

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Hübsch, oder? Ich bin ganz aus dem Häuschen… Allerdings wird es jetzt höchste Zeit, dass die Pflanzen nach draußen kommen. Unsere Fensterbank quillt über.

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Der Eisheiligen-Kalender sagt, dass die kalte Sophie erst am kommenden Montag ansteht. Aber von einigen Garten-Experten habe ich auf Instagram gelesen, dass die Kältewelle der letzten Tage wohl schon die Eisheiligen waren – also ein paar Tage früher. Na ja… ich habe jedenfalls beschlossen, dass die Pflanzen am Samstag in den Garten ziehen, denn ab morgen sind für die nächsten 7 Tage konstant Temperaturen über 19°C angesagt. Also glaube ich den Experten und dem Wetterbericht jetzt einfach mal.

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Der Besuch im Baumarkt ist schon geplant. Spießkübel, Rankstäbe und viel viel Erde stehen auf der Einkaufsliste. Ich freue mich auf ein perfektes Gartenarbeits-Wochenende mit Buddeln, Bauen, Pflanzen – und das bei Sonnenschein! Möglicherweise schmeißen wir Abends auch den Grill an. Klingt nach Frühling, oder?

Habt ihr auch schon Gartenpläne für’s Wochenende geschmiedet?

Alles Liebe – Wiebke

 

Das erste komplette Me-Made-Outfit: Jeansrock + Ringel-Longsleeve

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Davon, dass ich euch heute mein erstes komplettes Me-Made-Outfit zeigen kann, war ich die letzten Tage nicht gerade besonders überzeugt. Das Nähen dieses Jeansrocks hat mich tatsächlich einige Nerven gekostet. Ich bin unendlich erleichtert, dass sich die Mühe doch gelohnt hat und alles passt. Darum muss ich es euch unbedingt heute schon zeigen. Auch wenn ich keine tollen Fotos parat habe. Draußen regnet es seit zwei Tagen und Sascha war heute morgen im Stress. Darum bekommt ihr heute die “Selfies vor dem ersten Kaffee – Edition”. Unser Haus ist aktuell aber leider noch so überhaupt nicht selfie-tauglich – darum bitte ich euch, großzügig über das schlechte Licht hinwegzusehen. Ich arbeite an besseren Selfie-Stationen *lach* Das Leben eines Bloggers und so… wir haben Probleme! 😀

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Jeansrock mit Reißverschluss

Schnitt: Stoff und Stil

Stoff: dunkelblauer Stretch-Denim von Stoff und Stil

Variante: kurze Version

Longsleeve

Schnitt: Stoff und Stil

Stoff: Interlock Jersey von Ebay

Variante: Lange Ärmel

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Die einzigen Fotos, zu denen ich Sascha heute morgen überreden konnte, waren diese hier beim Kaffee trinken – so seht ihr immerhin das Ringeltop noch mal besser.

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Und für ein Detailfoto des Rocks noch ein schnelles Auto-Selfie. Natürlich NICHT beim Fahren – is klar, ne?

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Ich erzähle jetzt noch die lange Version meiner ersten Näh-Problemchen. Wer sich das Elend nicht anhören möchte – einfach weiterscrollen. Ich habe vollstes Verständnis. 😉

Von Anfang an war es wie verhext mit dem Rock und mir: Als ich das Schnittmuster aus der Schublade gefischt und mir die Maße noch einmal durchgelesen habe, dachte ich, ich hätte die falsche Größe gekauft. Bei Stoff und Stil kauft man ja tatsächlich immer nur eine einzige Größe des Schnittes und da ich noch nicht so viel Näh-Erfahrung habe, traute ich mir nicht zu, den Schnitt selber anzupassen. Also habe ich einfach meine ganze Hoffnung auf den Stretch-Anteil des Stoffes gesetzt und den Schnitt so genutzt, wie gekauft. Wenn auch immer mit dem blöden Gefühl im Hinterkopf, dass die ganze Arbeit vielleicht doch in der UFO-Kiste landen muss.

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Beim Zuschnitt dann das nächste Problem: Ich habe mich beim Stoffkauf an die Menge gehalten, die auf dem Schnitt angegeben war. Allerdings ist der Stoff beim Waschen so krass eingelaufen, dass mir in der Breite 20 cm fehlten. Ahhhh! Zuerst habe ich die Schnittteile herumgeschoben, wie eine Irre. Nach 15 Minuten habe ich dann eingesehen, dass es keinen Sinn hat, und mich dazu entschlossen, ein Teil zu stückeln.

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Das “Hinterteil” musste ich stückeln.

Dann ging es ans Nähen: Die ersten paar Schritte der Anleitung waren kein Problem – alles hat gut geklappt. Auch mit meinem Topstitching war ich ganz zufrieden.

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Dann aber ging es an den Besatz. Da hat mir die Nähanleitung (und mein fehlendes Fach-Vokabular) einige Rätsel aufgegeben. Ich habe nämlich nicht weiter über die Bedeutung des Wortes “Besatz” nachgedacht und bin automatisch davon ausgegangen, dass es so etwas wie ein Bund ist.

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Ähm ja, das gab die – ohnehin schon sehr knapp betextete – Anleitung aber so gar nicht her. Und auch wenn es schon fast peinlich ist – bis es bei mir “klick” gemacht hat und ich auf die Idee gekommen bin, dass der gesamte Streifen nach innen gebügelt werden muss, hat es echt eine ganze Weile gedauert. Danach lief es dann aber zum Glück wie am Schnürchen.

Als ich die letzten Topstitching-Nähte abgeschlossen hatte und den fertigen Rock vor mir hatte, war ich wirklich wirklich stolz. Dachte aber: Der passt dir bestimmt nicht. Wenn er zu klein ist, dann verschenkst du ihn einfach. Bloß nicht drüber ärgern. Immerhin hast du dabei etwas gelernt. Das ist auch was wert. So ging es weiter, bis ich im Badezimmer stand, den Reißverschluss hochzog und ganz zu meinem Erstaunen bemerkte: Er passt! Und zwar wie angegossen. Juhuu!

Meine Erkenntnisse nach dieser Näh-Aktion:

  • Bei einem Stoff mit Stretch-Anteil passt manchmal auch mal eine Nummer kleiner.
  • Ein Besatz ist nicht das gleiche wie ein Bund.
  • Manchmal muss man sich eine Nähanleitung 10 mal durchlesen und die technische Zeichnung ein paar Minuten lang anstarren, bis einem das rettende Licht aufgeht. Also Ruhe bewahren.

Ich bin auf jeden Fall sehr stolz darauf, das Rock-Projekt durchgezogen zu haben. Und mit dem Ergebnis bin ich auch super happy. Jetzt geht es direkt weiter mit dem nächsten Teil. Aber vorher schaue ich noch beim MeMadeMittwoch vorbei und gucke, was die anderen Mädels tolles genäht haben.

Alles Liebe – Wiebke